Online-Handel

Zalando startet gut in die Frühjahrssaison

Online-Modehändler Zalando traut sich mit einem starken Startquartal im Rücken dieses Jahr mehr zu. Das Unternehmen hob seine Ziele für 2015 beim Umsatz leicht und beim Gewinn sichtbar an.
Update: 12.05.2015 - 12:09 Uhr Kommentieren
Der Onlinehändler traut sich für das laufende Jahr mehr zu. Quelle: dpa
Zalando

Der Onlinehändler traut sich für das laufende Jahr mehr zu.

(Foto: dpa)

BerlinNach einem vielversprechenden Start ins Jahr gibt sich Europas größter Online-Modehändler Zalando für 2015 zuversichtlich. Der Umsatz werde am oberen Ende der angepeilten Wachstumsspanne von 20 bis 25 Prozent oder sogar leicht darüber liegen, kündigte das Berliner Unternehmen am Dienstag an. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse unter anderem wegen geringerer Preisnachlässe um fast 29 Prozent auf knapp 644 Millionen Euro. Die neuen Frühjahrs- und Sommerkollektionen hätten guten Anklang bei den nunmehr 15,4 Millionen Kunden gefunden. Dabei wandelten sich auch die Einkaufsgewohnheiten: Erstmals kauften mehr Menschen über ihre Smartphones und Tablets bei Zalando ein als über herkömmliche Computer. Zudem erwarben sie häufiger neue Kleidung oder gaben pro Bestellung mehr Geld aus.

Analyst Stefan Wimmer von Metzler bezeichnete das erste Quartal als sehr gut: „Allerdings war die Vorjahresbasis auch recht schwach. Es wird daher kaum möglich sein, so eine starke Verbesserung in den kommenden Quartalen zu wiederholen.“ Zalando-Vorstandsmitglied Rubin Ritter versicherte, das zweite Quartal sei ähnlich gut angelaufen wie das erste. Zu Jahresstart war Zalando mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 29 Millionen Euro erstmals in einem ersten Quartal profitabel. Im Gesamtjahr setzt sich der Konkurrent des britischen Online-Händlers Asos nun mit einer bereinigten Ebit-Marge von 4,5 Prozent höhere Ziele.

Das kam an der Börse gut an: Die im Sdax notierte Aktie verteuerte sich rund ein Prozent auf 28,30 Euro. Beim Börsengang im Herbst 2014 hatte der Ausgabepreis bei 21,50 Euro gelegen. Seitdem setzt das 2008 gegründete Unternehmen laut Ritter alles daran, das Vertrauen des Kapitalmarktes zu gewinnen. Dafür versuchen die Berliner trotz ihres Expansionskurses Kostendisziplin zu zeigen. Rund 1500 Marken sind im Onlineshop des mit dem Werbeslogan „Schrei vor Glück“ bekanntgewordenen Unternehmens verfügbar, Produkte der US-Modekette Gap gehören bald auch dazu. Ab sofort können sich Interessierte unter zalon.de auch bei ihrem Styling beraten lassen.

Diesen Markt will das Unternehmen, an dem der schwedische Finanzinvestor Kinnevik fast 32 Prozent hält, nicht allein Startups wie Outfittery, Modomoto oder Kisura überlassen.

Die umsatzstärksten Online-Händler in Deutschland
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Platz 10: H&M

Mit ihrem Internetshop eröffnet die Modekette Hennes & Mauritz den Reigen der Online-Riesen. Immerhin 303,7 Millionen Euro setzte das Unternehmen 2013 online um – trotz der starken Konkurrenz im Bereich Mode.

Quelle: Statista / EHI

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Platz 9: Alternate.de

Mit einem Umsatz von 366,9 Millionen Euro zählt alternate.de zu den Aufsteigern des Jahres 2013. Der Onlinehändler wurde 1992 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf den Versand von Atari und Commodore-Rechnern. Inzwischen ist der Onlinehandel mit Heimcomputern das Hauptstandbein.

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Platz 8: Conrad

Werkzeug, TV-Geräte, Glühbirnen – Conrad ist das Technik-Dorado der Schrauber und Bastler. Filialen, Katalog und Onlineportal führen tausende Produkte. Die Conrad-Gruppe geht zurück auf Max Conrad, der 1923 das „Radio Conrad“ gründete. Umsatz 2013: 389,6 Millionen Euro.

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Platz 7: Tchibo.de

Früher reines Kaffee-Unternehmen, heute eines von Deutschlands größten Einzelhandelsunternehmen. Seine Produkte vertreibt Tchibo sowohl in Supermärkten, als auch in eigenen Läden. Und das Unternehmen verkauft auch im eigenen Online-Shop. Dort gibt es neben Kaffee auch Mode, Reisen und Blumen. Im E-Commerce-Bereich setzt der Händler mittlerweile 400 Millionen Euro um.

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Platz 6: Cyberport.de

Der 1998 gegründete Onlineshop hat mehr als 40.000 Produkte aus dem Elektronikbereich im Angebot. Zudem verfügt der einstige reine Onlinehändler mittlerweile über mehrere eigene Filialen, unter anderem in Berlin, Köln und Wien. 2013 setzte Cyberport.de 404,4 Millionen Euro um.

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Platz 5: bonprix.de

Die Otto-Tochter Bonprix ist seit 1986 am Markt. Sie wirbt mit günstigen Preisen für junge Mode und spricht in erster Linie Frauen an. Umsatz 2013: 410,5 Millionen Euro.

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Platz 4: notebooksbilliger.de

Der auf Notebooks, Smartphones, Tablets, PCs und Unterhaltungselektronik spezialisierte Versandhändler wurde 2004 gegründet und machte 2013 einen Umsatz von 498,9 Millionen Euro. Seit dem Oktober 2012 kooperiert Notebooksbilliger.de mit der Verbundgruppe ElectronicPartner, die eine Minderheitsbeteiligung am Unternehmen erwarb.

  • rtr
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