Online-Handel
Zalando startet gut in die Frühjahrssaison

Online-Modehändler Zalando traut sich mit einem starken Startquartal im Rücken dieses Jahr mehr zu. Das Unternehmen hob seine Ziele für 2015 beim Umsatz leicht und beim Gewinn sichtbar an.
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BerlinNach einem vielversprechenden Start ins Jahr gibt sich Europas größter Online-Modehändler Zalando für 2015 zuversichtlich. Der Umsatz werde am oberen Ende der angepeilten Wachstumsspanne von 20 bis 25 Prozent oder sogar leicht darüber liegen, kündigte das Berliner Unternehmen am Dienstag an. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse unter anderem wegen geringerer Preisnachlässe um fast 29 Prozent auf knapp 644 Millionen Euro. Die neuen Frühjahrs- und Sommerkollektionen hätten guten Anklang bei den nunmehr 15,4 Millionen Kunden gefunden. Dabei wandelten sich auch die Einkaufsgewohnheiten: Erstmals kauften mehr Menschen über ihre Smartphones und Tablets bei Zalando ein als über herkömmliche Computer. Zudem erwarben sie häufiger neue Kleidung oder gaben pro Bestellung mehr Geld aus.

Analyst Stefan Wimmer von Metzler bezeichnete das erste Quartal als sehr gut: „Allerdings war die Vorjahresbasis auch recht schwach. Es wird daher kaum möglich sein, so eine starke Verbesserung in den kommenden Quartalen zu wiederholen.“ Zalando-Vorstandsmitglied Rubin Ritter versicherte, das zweite Quartal sei ähnlich gut angelaufen wie das erste. Zu Jahresstart war Zalando mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 29 Millionen Euro erstmals in einem ersten Quartal profitabel. Im Gesamtjahr setzt sich der Konkurrent des britischen Online-Händlers Asos nun mit einer bereinigten Ebit-Marge von 4,5 Prozent höhere Ziele.

Das kam an der Börse gut an: Die im Sdax notierte Aktie verteuerte sich rund ein Prozent auf 28,30 Euro. Beim Börsengang im Herbst 2014 hatte der Ausgabepreis bei 21,50 Euro gelegen. Seitdem setzt das 2008 gegründete Unternehmen laut Ritter alles daran, das Vertrauen des Kapitalmarktes zu gewinnen. Dafür versuchen die Berliner trotz ihres Expansionskurses Kostendisziplin zu zeigen. Rund 1500 Marken sind im Onlineshop des mit dem Werbeslogan „Schrei vor Glück“ bekanntgewordenen Unternehmens verfügbar, Produkte der US-Modekette Gap gehören bald auch dazu. Ab sofort können sich Interessierte unter zalon.de auch bei ihrem Styling beraten lassen.

Diesen Markt will das Unternehmen, an dem der schwedische Finanzinvestor Kinnevik fast 32 Prozent hält, nicht allein Startups wie Outfittery, Modomoto oder Kisura überlassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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