Online-Modehandel Junge Zalando-Kunden kaufen weniger

Beim Online-Modehändler Zalando sinkt der durchschnittliche Einkauf pro Kunde. Das liegt vor allem am Shopping-Verhalten der jungen Kundschaft.
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Ähnlich wie "Amazon Prime": Zalando plant eigenes Treueprogramm

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DüsseldorfDen verstärkten Trend zum mobilen Einkauf bekommt das Berliner Online-Modehaus Zalando zu spüren: Im ersten Quartal ist der durchschnittliche Einkauf pro Kunde von 63 auf 60 Euro gesunken.

„Das liegt daran, dass wir stark auf junge Leute und die schnelle Mode setzen“, sagte Co-CEO Rubin Ritter in einer Telefonkonferenz am Dienstagmorgen. Die jungen Nutzer geben weniger Geld für ein T-Shirt oder ein paar Schuhe als ältere Kunden aus.

Der sinkende Einkaufswert pro Käufer liegt daran, dass immer mehr Kunden über ihr Smartphone einkaufen. So ist der Einkauf über mobile Endgeräte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr von knapp 69 auf rund 76 Prozent gestiegen. Aber dafür ist die Zahl der aktiven Kunden um mehr als drei Millionen auf knapp 24 Millionen gestiegen. Daher kletterte auch der Umsatz um 22 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro.

Gleichzeitig sorgte der verspätete Start in die Wintersaison wegen des zu warmen Wetters dazu, dass Zalando kräftige Rabatte auf die Wintermode gewähren musste. Das drückte die Gewinnmarge deutlich von 2,1 auf 0,0 Prozent.

Aber Rubin Ritter sieht das alles im Einklang mit seiner Strategie „Umsatzwachstum vor Profitabilität“. Er bekräftigte, dass Zalando dieses Jahr stark in Logistik und Marketing investieren werde, um weiter mit Raten von über 20 Prozent zu wachsen. Er betonte, dass er die Ziele für das gesamte Jahr mit einem bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern Ebit von 220 bis 270 Millionen Euro beibehält.

Das Geschäft mit Kosmetik-Produkten sei „gut angelaufen“, sagte Ritter. Über 70 Prozent der Beauty-Kunden kaufen demnach auch Mode bei Zalando ein. Seit März bietet Zalando 4000 Kosmetikprodukte von 130 Marken wie Essie oder Maybelline an. Zalando will sich erst einmal auf Frauen als Kunden und den deutschen Markt konzentrieren.

Er bestätigte die Kooperation mit der H&M-Marke Cheap Monday. „H&M ist einer der wichtigsten Partner für uns. Wir sehen da noch Potenzial für weitere Kooperationen“, sagte Ritter.

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