Online-Shopping: Wie viel wir im Netz ausgeben

Online-Shopping
Wie viel wir im Netz ausgeben

Die deutschen Verbraucher lassen immer mehr Geld im Netz – Tendenz steigend. Das treibt auch den Umsatz im Onlinehandel in neue Höhen. Doch der stationäre Einzelhandel ist deswegen noch lange nicht tot.
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DüsseldorfAuch 2015 ist der Onlinehandel auf dem Vormarsch. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet beim Einkauf im Internet ein Plus von zwölf Prozent. Insgesamt soll das Wachstum im Einzelhandel im laufenden Jahr bei 1,5 Prozent liegen und der Umsatz auf 466,2 Milliarden Euro steigen. Das wäre das sechste Plus infolge. Der Onlinehandel soll daran einen Anteil von 43,6 Milliarden Euro haben.

Als Grund für das Plus nennt der HDE die gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Die Verbraucher seien in guter Stimmung und die Erwerbstätigkeit auf Rekordniveau. Zur positiven Konsumstimmung trage auch die niedrige Inflation bei.

Für das Weihnachtsgeschäft 2014 verzeichnete der HDE ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Insgesamt lag der Umsatz demnach im November und Dezember 2014 bei 85,3 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr kam der Einzelhandel auf ein Plus von 1,9 Prozent.

Dass der Trend weiter in Richtung Onlinehandel geht, zeigt auch eine Studie des Gutscheinportals deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research zeigt. Die deutschen Verbraucher haben 2014 demnach pro Kopf rund 530 Euro im Internet ausgegeben. Bis Ende des Jahres wird diese Summe voraussichtlich noch mal deutlich steigen. Das zeigt eine Studie des Gutscheinportals deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research. Demnach wird der Umsatz pro Bundesbürger im Jahr 2015 bei fast 655 Euro liegen.

Für die Untersuchung wurden im Januar 2015 rund 100 führende Händler sowie 10.000 Konsumenten in zehn Ländern befragt. Die Studie berücksichtigt bei dem Begriff Einzelhandel allerdings keine Verkäufe aus Gastronomie, Autos, Benzin und Treibstoffen, Eintrittskarten, Reisen, Versicherungen und Bank- und Kreditprodukte.

Ein durchschnittlicher Online-Warenkorb enthält laut der Studie einen Einkauf im Wert von 62,34 Euro. Damit liegen die Bundesbürger im europäischen Vergleich leicht unter dem Durchschnitt. Den teuersten Warenkorb haben demnach die Schweden, die pro Online-Einkauf 67,81 Euro ausgeben. Dicht dahinter folgen die Engländer mit 67,55 Euro und die Niederländer mit 64,77 Euro. Erst danach folgen die Deutschen.

Die deals.com-Untersuchung belegt auch, dass das Online-Shopping dem stationären Handel weiter Marktanteile abknöpft. Kauften 2013 noch 8,1 Prozent der deutschen Konsumenten im Internet ein, waren es 2014 schon zehn Prozent. Doch daran zeigt sich auch, dass der stationäre Handel noch lange nicht vom Aussterben bedroht ist. Schließlich machen die Einzelhändler demnach immer noch 90 Prozent ihres Geschäfts in ihren Geschäften. Auch im laufenden Jahr wird der E-Commerce laut Prognose lediglich einen Anteil von 11,6 Prozent am kompletten Umsatz halten.

Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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