Onlinehändler Alibaba

Essenslieferant bekommt über eine Milliarde Dollar

Auch in China gewinnen Dienstleistungen per App an Popularität – beispielsweise bei Essenbestellungen. Mit einem Investment von über einer Milliarde Dollar steigt nun offenbar auch Alibaba ins Bringdienst-Geschäft ein.
Mit über einer Milliarde Dollar steigt Chinas größter Onlinehändler Alibaba offenbar beim Essenslieferanten Ele.me ein. Quelle: ap
Essenslieferanten in China

Mit über einer Milliarde Dollar steigt Chinas größter Onlinehändler Alibaba offenbar beim Essenslieferanten Ele.me ein.

(Foto: ap)

ShanghaiChinas Onlinehändler Alibaba will einem Medienbericht zufolge 1,25 Milliarden Dollar in den chinesischen Essenslieferdienst Ele.me investieren. Im Gegenzug werde Alibaba mit 27,7 Prozent an der Firma beteiligt und steige zum größten Anteilseigner auf, berichtete das Wirtschaftsblatt „Caixin“ am Freitag unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen. Alibaba wie auch Ele.me wollten dazu keine Stellung nehmen.

Ähnlich wie in Europa und den USA werden in China Online-Plattformen immer beliebter, die Buchungen von Taxifahrten oder den Kauf von Restaurantessen über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets möglich machen. Anfang des Jahres hatte Ele.me bereits 350 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt, darunter die chinesische IT-Firma Tencent und der Alibaba-Rivale JD.com.

Das kauften Verbraucher 2015 im Internet
Online-Handel
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Bequem vom Sofa aus rund um die Uhr shoppen: Online einkaufen gewinnt seit langem an Beliebtheit und auch in diesem Jahr hielt der Wachstumstrend an. 52,8 Milliarden Euro – so viel haben Verbraucher einer Prognose des Centre for Retail Research zufolge 2015 für Bestellungen im Internet ausgegeben. Das Schnäppchen-Portal mydealz.de hat 60 Millionen von ihm im Jahresumlauf vermittelte Transaktionen unter die Lupe genommen. Auf diese Weise haben die Experten ermittelt, welche Produkte besonders hoch in der Gunst der Konsumenten standen, wann sie am meisten online einkauften, und wie sehr mobile Endgeräte zum Umsatz beigetragen haben.

Quelle: mydealz.de/Centre for Retail Research

Der Umsatz steigt
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Der Umsatz für Online-Händler ist in diesem Jahr deutlich gestiegen, nämlich 23,1 Prozent gegenüber 2014. Somit trugen Internetkäufe 11,6 Prozent zum gesamten Handelsumsatz bei.

Deutsche als Zweitplatzierte
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Die Deutschen sind in Sachen Online-Shopping vorne dabei: Pro Kopf gaben deutsche Verbraucher 654,84 Euro beim Einkauf im Internet aus. Damit liegt Deutschland beim Online-Einkauf aber an zweiter Stelle. Platz eins belegen die internetaffinen Briten, die pro Person Waren im Wert von umgerechnet 964,74 Euro bestellten. Auf Platz drei landen die Franzosen mit 553,23 Euro.

Was wird am meisten gekauft?
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Am meisten werden Elektronik, Mode und Haushaltsbedarf per Mausklick gekauft. 18,8 Millionen von mydealz vermittelte Konsumenten kauften Fernseher, Smartphones oder Spielekonsolen im Netz. Im Vergleich zu 2014 legte der Online-Handel mit Elektroprodukten damit um 4,3 Prozent zu. 9,7 Millionen (Anstieg um 11,3 Prozent) shoppten Schuhe, Jeans oder Pullover online und 7,7 Millionen Verbraucher (Anstieg um 18,2 Prozent) entschieden sich für Waren wie Geschirr, Handtücher oder Küchenmesser.

Lebensmittel im Internet
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Bislang erledigen nur Briten und Franzosen ihre Wochenendeinkäufe vom Schreibtisch aus. Doch auch deutsche Verbraucher schieben nicht mehr länger Einkaufswagen durch Supermärkte. Lebensmittel rangieren bei mydealz.de 2015 erstmals unter den Top Fünf der am stärksten nachgefragten Produkte.

Obst und Gemüse per Klick
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Insgesamt kauften 2,87 Millionen Konsumenten Kaffee, Schokolade, Wein oder Spirituosen im Internet. Während die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent (2014: 1,1 Milliarden) gestiegen ist, rechnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit einem Wachstum von mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr 2024.

Einsatz von mobilen Endgeräten
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31,6 Prozent der 275 Millionen Besucher, die sich 2015 mithilfe von mydealz.de über Angebote von Online-Shops und lokalen Händlern informiert haben, riefen das Portal über mobile Endgeräte auf — 6,6 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Der Einkauf über Smartphones und Tablets verdoppelte sich sogar.

China ist der größte Smartphonemarkt der Welt. Immer mehr Chinesen nutzen ihre Geräte, um online shoppen zu gehen oder eben Essen zu bestellen. Dies hat das Interesse von Alibaba und Tencent hervorgerufen, die ihre Investitionen in Online-Dienste deutlich angekurbelt und unter anderem Geld in die Uber-Rivalen Kuadi Dache und Didi Dache gesteckt haben. In Deutschland gehört Delivery Hero zu den größten Essenslieferdiensten.

  • rtr
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