Optikerkette
Fielmann wächst trotz Konsumflaute

Die Optikerkette Fielmann streicht die Früchte ihrer Expansion ein und stockt ihr Personal auf. Trotz der Einzelhandelsflaute will das Hamburger Unternehmen im laufenden Jahr nach eigenen Angaben 650 Arbeitsplätze schaffen, 100 mehr als geplant.

HB HAMBURG. Nach deutlichen Zuwächsen im bisherigen Jahresverlauf bekräftigte Fielmann am Donnerstag die Geschäftsziele für 2008. In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um acht Prozent auf 682 Mio. Euro, der Vorsteuergewinn schwoll sogar um mehr als ein Drittel auf 127,3 Mio. an. Mit einer Vorsteuerrendite von 18 Prozent in Deutschland und Österreich sowie von 21 Prozent in der Schweiz erwirtschaftete der Marktführer Werte, die von kaum einem Konkurrenten erreicht werden.

Im Gesamtjahr soll der Vorsteuergewinn "deutlich zweistellig" zulegen. Messlatte ist das Ergebnis des Vorjahres von 136 Mio. Euro inklusive einer zehn Mio. Euro schweren Nachzahlung der Krankenkassen. Nach eigener Auskunft ist der Konzern weitgehend schuldenfrei und verfügt über "sicher angelegte Liquidität". "Die finanzielle Unabhängigkeit eröffnet uns auch im aktuellen Umfeld Möglichkeiten, unsere Expansion voranzutreiben", erklärte Vorstandschef Günther Fielmann. In diesem Jahr will der Konzern mit zuletzt gut 12 500 Beschäftigten 25 bis 30 neue Filialen eröffnen.

Fielmann verkaufte im dritten Quartal 1,5 Mio. Brillen. Der Konzern kann Brillengläser wegen seiner großen Einkaufsmacht besonders günstig anbieten. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 18 Mio. Gläser ab. Zum Vergleich: In Großbritannien wurden 2007 von allen Augenoptikern zusammen 22 Mio. Gläser verkauft.

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