Optimistische Zwischenbilanz nach der Pleite
Aero Lloyd arbeitet am Neustart

Der vorläufige Insolvenzverwalter und das Management des insolventen Ferienfliegers Aero Lloyd haben am Freitag eine vorsichtig optimistische Zwischenbilanz nach der Pleite gezogen. Mit einem Neustart wird aber erst im kommenden Frühjahr gerechnet.

HB HANNOVER. Es gebe gute Fortschritte bei den Gesprächen mit potenziellen Investoren über neue Geschäftsmodelle, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, teilte das Unternehmen am Freitag anlässlich der Vertragsunterzeichnung über den Verkauf der österreichischen Tochter an den Unternehmer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda mit.

Die Aero Lloyd mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt hatte vor fünf Wochen ihren Flugbetrieb wegen Überschuldung eingestellt, nachdem die Bayerische Landesbank als bisheriger Haupteigner Geld für ein Sanierungskonzept abgelehnt hatte. Damals hatte der Insolvenzverwalter zunächst erklärt, er rechne schon bald mit einem Neustart.

„Zeit- und Finanzrahmen sehen derzeit einen Start im Laufe des ersten Quartals 2004 mit einem Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich vor“, teilte Aero Lloyd mit. In einem Brief der Geschäftsleitung an die 1 400 Mitarbeiter war vor wenigen Tagen ein Startkapital von 60 bis 70 Mill. € genannt worden. Auf Grund seiner günstigen Kosten soll Aero Lloyd künftig als Billigfluglinie starten. In dem Brief wurde auch angekündigt, dass nur ein Teil der 1 400 Arbeitsplätze gerettet werden könnte. Mit der Übernahme von zunächst zwei Maschinen durch Laudas künftige Airline „Flyniki“ und sechs während der kommenden Wintermonate in die USA ausgeliehenen Maschinen seien rund 200 Arbeitsplätze gesichert. Für alle übrigen seien die Gehälter über das Insolvenzgeld ebenfalls gesichert.

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