Osram
Abschied von der Glühbirne

Grell statt gemütlich, LED statt Glühbirne. Der Lampenkonzern Osram will sein Geschäft mit den Glühbirnen auslagern – und das, obwohl dieser Bereich 40 Prozent des Gesamtumsatzes umfassen soll.
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DüsseldorfDer Osram-Konzern will sein klassisches Geschäft mit Glühbirnen in eine eigene Gesellschaft auslagern. Den Bereich will die frühere Siemens-Tochter damit bereit machen, um Partnerschaften einzugehen, wie das Handelsblatt (Mittwochausgabe) aus Finanzkreisen erfahren hat. Denkbar sei auch ein Verkauf der neuen Gesellschaft, die rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes von zuletzt 5,1 Milliarden Euro umfassen wird.

Osram bestätigte nach dem Handelsblatt-Bericht die Abspaltung. „Mit der Verselbstständigung soll die Grundlage für eine Weiterentwicklung dieses Geschäfts, auch unter Einbeziehung von Partnern, geschaffen werden“, erklärte der Konzern. Rund zwei Milliarden Euro von einem Gesamtumsatz von gut fünf Milliarden Euro würden damit in die abgespaltene Gesellschaft wandern. Der Aufsichtsrat soll am kommenden Dienstag über den Schritt entscheiden.

Die Ausgliederung ist Teil einer neuen Strategie, die das Management um den seit Januar amtierenden Vorstandschef Olaf Berlien im Juni offiziell vorstellen will. Osram will sich demnach den Kreisen zufolge auf das Geschäft mit LED-Leuchten fokussieren, das als zukunftsträchtiger gilt und bessere Wachstumschancen aufweist.

Glühbirnen, auch Energiesparlampen, werden zunehmend von LED-Leuchten ersetzt, die erheblich weniger Energie verbrauchen. Letztlich erwarten Experten, dass die Glühbirne ganz aussterben wird. 

Die Ausgliederung soll den Kreisen zufolge bis Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen werden. Mit der Umstrukturierung wird sich jeder Dritte der insgesamt 34.000 Beschäftigten letztlich unter neuer Führung wiederfinden. Den Namen Osram immerhin soll der möglich Partner oder Käufer verwenden können. Dafür werde aber eine jährliche Lizenzgebühr fällig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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