Otto-Gruppe
Bonprix verzeichnet leichtes Wachstum

Die Otto-Gruppe kann auf ihre Mode-Tochter Bonprix bauen. Wie der Chef der Kette, Marcus Ackermann, im Handelsblatt-Interview erklärt, ist das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr zum sechsten Mal in Folge gewachsen.
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DüsseldorfDie kriselnde Hamburger Otto-Gruppe kann auf ihre preisgünstige Mode-Tochter Bonprix bauen. „Wir sind im vergangenen Geschäftsjahr trotz schwieriger internationaler Marktbedingungen zum sechsten Mal in Folge rentabel gewachsen“, sagte Bonprix-Chef Marcus Ackermann dem Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Der Umsatz stieg um 0,6 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro und damit weniger stark als im Vorjahr. Die Rendite habe bei mehr als fünf Prozent gelegen und sei gegenüber dem Vorjahr gestiegen, sagte Ackermann. Für die Otto-Gruppe ist das eine gute Nachricht. Eine Umstrukturierung in Frankreich und die Rubelschwäche machen dem Handelskonzern mit insgesamt rund zwölf Milliarden Euro Umsatz zu schaffen

Wachstumstreiber bei Bonprix waren die USA, wo Bonprix 2009 den Bademoden-Versender Venus gekauft hat. Der Umsatz dort sei um 30 Prozent auf 212 Millionen Dollar gestiegen, sagte Ackermann der Wirtschafts- und Finanzzeitung. Einen großen Dämpfer erhielt Bonprix beim Online-Geschäft in der Ukraine. Der Verfall der Währung habe ständige Preisänderungen notwendig gemacht, der Umsatz sei eingebrochen.

„Wären wir mit stationären Läden in der Ukraine vertreten gewesen, wäre das ein Desaster geworden“, sagte Ackermann. Das Russlandgeschäft von Bonprix, das von der Rubelschwäche getroffen ist, wird nicht bei der Otto-Tochter bilanziert, sondern bei der russischen Otto-Landesgesellschaft, die sich als Marktführer in dem Land sieht. Daher beeinflusste der Rubelverfall das Bonprix-Ergebnis nicht - aber das der Otto-Gruppe.

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