Otto-Konzern kauft Geschäft der Schweizer
Reiseveranstalter Kuoni verlässt Deutschland

Der größte Schweizer Reiseveranstalter Kuoni verabschiedet sich aus Deutschland: Das Unternehmen verkauft seine deutsche Tochtergesellschaft mit ihren 32 Reisebüros an den Otto-Konzern.

oli ZÜRICH. Die Schweizer trennen sich damit von einem Verlustbringer und dürften daher auch nicht viel mehr als einen symbolischen Preis bei dem Geschäft erzielt haben. Offiziell wurden über den Preis gestern keine Angaben gemacht. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen.

Die Otto Freizeit und Touristik GmbH übernimmt alle Verkaufsstellen und Mitarbeiter der in Friedrichshafen ansässigen deutschen Kuoni-Tochtergesellschaft. Die deutsche Kuoni GmbH war aus Schweizer Sicht nur noch ein Restbestand, der aus 32 Euro-Lloyd- und Kuoni-Reisebüros bestand. Das Unternehmen machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 90 Mill. Euro.

Als Ende 2003 die britische Gesellschaft Hogg Robinson von Kuoni die gesamte Geschäftsreisesparte übernommen hatte, blieb Kuoni in Deutschland auf dem Reiseveranstaltergeschäft sitzen. „Mit der begrenzten Zahl von Reisebüros und ohne eine lokale Reiseplanung fehlte Kuoni die kritische Masse, um in Deutschland bestehen zu können“, sagte Kuoni-Sprecherin Andrea Hemmi. Es wären zu hohe Investitionen nötig gewesen, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Die Handels- und Dienstleistungs-Gruppe Otto mit Sitz in Hamburg erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 14,4 Mrd. Euro.

An der Schweizer Börse SWX stieg der Kuoni-Kurs. Der Verkauf sei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gewesen, meinte Ronald Wildmann, Analyst bei der Zürcher Bank Leu. Kuonis Umsatz ist in den vergangenen Monaten in Folge der Tsunami-Katastrophe eingebrochen.

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