Outdoor-Ausrüster soll 150 Millionen Euro kosten
Jack Wolfskin steht erneut zum Verkauf

Der US-Finanzinvestor Bain Capital will den deutschen Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin offenbar verkaufen. Bain wolle das Unternehmen für rund 150 Mill. Euro abgeben und damit die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein beauftragen, hieß es in mit den Vorgängen vertrauten Kreisen. Weder der Finanzinvestor noch Dresdner Kleinwort Wasserstein und Jack Wolfskin wollten dies kommentieren.

HB LONDON.Bain hatte Jack Wolfskin 2002 von der Johnson Outdoors Inc. für 62,9 Mill. Dollar übernommen. Die Euro-Stärke würde jetzt den Erlös steigern, hieß es in den Kreisen.

Jack Wolfskin wurde 1981 gegründet und vertreibt Produkte wie Rucksäcke, Wanderschuhe und Zelte. Die Kette hat 51 Filialen in Deutschland und 26 im Ausland, darunter Japan, Österreich, Finnland und die Schweiz. Letztes Jahr stieg der Umsatz um neun Prozent auf 80 Mill. Euro.

„Jack Wolfskin profitiert von der vergleichsweise starken Nachfrage der deutschen Verbraucher nach Freizeitprodukten“, sagte Michael Punzet, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz in Mainz. In Deutschland steige der Bedarf an Outdoor-Ausrüstung, berichtete der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI). Er schätzt den Markt auf über 1,5 Mrd. Euro, was rund 16 Prozent der deutschen Ausgaben für Sportausrüstung entspricht.

In den letzten vier Jahren hat Bain fünf deutsche Unternehmen für über drei Mrd. Euro aufgekauft, darunter den Chemiedistributor Brenntag AG. Ein Verkauf von Jack Wolfskin wäre der erste Ausstieg aus einem Engagement in Deutschland.

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