Outplacement-Consulting wächst zweistellig
Personalabbau bringt Beratern Zusatzgeschäft

Weil Unternehmen im vergangenen Jahr mehr Stellen abgebaut haben, steigt die Nachfrage nach professioneller Unterstützung bei Entlassungen. Die so genannten Outplacement-Berater verzeichnen ein wachsendes Geschäft. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz um 27, 5 % auf 37 Mill. Euro gestiegen. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands der Unternehmensberater (BDU) in Bonn.

tel BONN. Im laufenden Jahr rechnet Ulrich Küntzel, Vorsitzende des BDU-Fachverbandes Outplacementberatung, mit einem Umsatzanstieg von 10 bis 15 %, im nächsten Jahr soll das Wachstum noch hoch einstellig sein.

Das Outplacementgeschäft, das es seit etwa 25 Jahren in Deutschland gibt, hat sich ursprünglich damit beschäftigt, gekündigte Führungskräften der ersten und zweiten Managementebene auf der Suche nach einer neuen Anstellung zu begleiten. Im Lauf der Jahre wandte sich die Outplacementberatung dann verstärkt Personen des mittleren Management zu, von denen sich Unternehmen trennen wollen. Outplacementberater werden in der Regel von Unternehmen beauftragt. Damit unterscheiden sie sich von Personalberatern, die einen Teil ihres Geschäftes damit machen, im Auftrag von Kandidaten bei der Suche nach einem neuen Job zu helfen. Nach der Studie des BDU, die laut Verbandsangaben rund 80 % des Marktvolumens abdeckt, nahmen im vergangenen Jahr 2 750 Personen eine Einzel- und 4 900 eine Gruppenoutplacementberatung in Anspruch. Über 50 Prozent der im Einzeloutplacement betreuten Kandidaten fanden vor Ablauf des alten Arbeitsvertrages eine neue berufliche Tätigkeit.

Allerdings bekommt auch die Outplacementberatung den gestiegenen Sparwillen der Unternehmen zu spüren: Immer mehr Beratungsprojekte werden zeitlich befristet (2002: 67 %), beispielsweise auf drei oder sechs Monate. Zudem wird die Beratungsleistung neuerdings wieder stärker auf gehobene Managementpositionen konzentriert. Der typische Kandidat einer Einzelberatung ist derzeit 43 Jahre alt (Frauen: 40 Jahre), war achteinhalb Jahre bei seinem letzten Arbeitgeber beschäftigt und verdiente rund 90 000 Euro.

Von den im vergangenen Jahr durchgeführten 2750 Einzelberatungen wechselten 77 % der Kandidaten wieder in ein festes Angestelltenverhältnis. 23 % machten sich selbstständig, so die Studie. 41 % der Kandidaten fanden über das persönliche Netzwerk eine neue Position. Da viele Kandidaten laut Küntzel keine Vorstellung haben, welche Chancen ihr Kontaktnetzwerk birgt, helfen die Outplacementberater hier, systematisch das Potenzial zu identifizieren.

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