Paketdienst
Fedex bricht der Umsatz weg

Von Fedex wurden bei der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen nun wahrlich keine Wunder erwartet. Zu schlecht läuft das Geschäft in der Branche, um gute Zahlen anzunehmen. Doch dass der US-Paketdienst so schlechte Zahlen präsentiert, damit haben nur die Wenigsten gerechnet.

HB MEMPHIS. Fedex ist im vierten Quartal des Geschäftsjahres (bis Ende Mai) stärker von der Krise in Mitleidenschaft gezogen worden als erwartet. Zudem gab das Unternehmen wegen des Abschwungs und hoher Treibstoffkosten einen schwachen Ausblick auf das erste Quartal. Der Erzrivale von UPS stellte am Mittwoch in Memphis für das erste Quartal einen Gewinn zwischen 30 und 45 Cent je Aktie in Aussicht. Experten waren indes im Schnitt von 70 Cent ausgegangen. Die nächsten beiden Quartale würden noch sehr schwierig, hieß es. Das Schlimmste sei allerdings bereits vorbei. Vorbörslich fielen FedEx-Aktien um 2,3 Prozent auf 50,25 Dollar.

Zwischen März und Ende Mai brach der Umsatz von 9,87 auf 7,85 Mrd. Dollar ein, verglichen mit der durchschnittlichen Analystenprognose von 8,35 Mrd. Dollar. Beim Gewinn sackte FedEx zwar von 1,45 Dollar auf 64 Cent je Aktie, blieb damit aber weit über den erwarteten 52 Cent.

Nicht enthalten darin sind die Belastungen von mehr als einer Milliarde Dollar. Sie ergeben sich aus etwa 900 Mio. Dollar (633 Mio Euro) Abschreibungen wegen Wertminderungen bei der Kopier- und Druckdienstleistungs-Tochter FedEx Office (ehemals Kinko's) und der Frachtsparte FedEx National LTL. Hinzu kommen Abschreibungen auf Flugzeuge und Kosten für das laufende Sparprogramm von rund 100 Mio. Dollar, so dass sich die Belastungen im vierten Quartal insgesamt auf 1,2 Mrd. Dollar belaufen.

Einschließlich der Einmalbelastungen verzeichnete FedEx einen Quartalsverlust von 876 Mio. Dollar nach minus 241 Mio. Dollar vor einem Jahr.

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