Paketdienst
FedEx-Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück

Das Unternehmen nahm weniger ein, als Analysten erwartet hatten. Die Aktie des Unternehmens brach daraufhin ein.

New York Die Flaute der Weltwirtschaft schlägt sich bei FedEx in sinkenden Paketzahlen nieder und animiert das Unternehmen zu einer neuen Runde von Kostensenkungen. Der Konzern erklärte bei der Vorlage seiner Bilanz am Dienstag, derzeit ein umfangreiches Sparprogramm zu prüfen, das im Herbst bekanntgegeben soll. Im vierten Geschäftsquartal bis Ende Mai verdiente FedEx netto 550 Millionen Dollar und damit minimal weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg zwar leicht auf elf Milliarden Dollar, blieb damit jedoch leicht hinter den Erwartungen von Branchenexperten zurück. Die Aktien gaben vorbörslich knapp drei Prozent nach.

Das als Konjunkturbarometer geltende Unternehmen gab sich zudem unerwartet zurückhaltend: Im laufenden Quartal peilt Fedex einen Gewinn von maximal 1,60 Dollar je Aktie an, während Analysten auf 1,70 Dollar gesetzt hatten. Kevin Sterling von BB&T Capital Markets nannte den Ausblick "etwas enttäuschend". Er äußerte jedoch die Hoffnung, dass FedEx die Prognosen im Oktober dank der Sparmaßnahmen wieder nach oben revidieren kann.

Der UPS - und Deutsche Post -Konkurrent hatte erst im März seine Geschäftsprognosen gestutzt, weil er sich auf eine lahme Weltwirtschaft und eine leichte Rezession in der Euro-Zone gefasst machte. Jetzt erklärte der Konzern, das Geschäft in Europa verlaufe ungeachtet der Krise relativ gut. Weltweit jedoch werde die wirtschaftliche Verunsicherung immer mehr Menschen dazu veranlassen, ihre Pakete ohne teure Sonderleistungen zu versenden. Um die Kosten zu drücken mustert FedEx derzeit verstärkt ältere Flugzeuge aus und ersetzt sie durch sparsamere. Sowohl in den USA als auch im internationalen Geschäft transportiere FedEx weniger Pakete.

Im Gegensatz zu FedEx hatte die Deutsche Post dank florierender Geschäfte in Asien und beflügelt vom boomenden Internet-Handel im Mai einen Gewinnsprung vermeldet. Die Bonner verbuchten im ersten Quartal einen Umsatz von gut 13 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 691 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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