Paketzustellung
Post zahlt Subunternehmern weniger

Die Deutsche Post hat die Zahlungen an ihre Subunternehmer bei der Paketzustellung verringert. Es sei mit allen Unternehmen gesprochen worden und bis auf wenige Ausnahmen, seien alle auf die Forderungen der Post eingegangenen. Auf dem Rücken der Fahrer werden die Kürzungen angeblich nicht ausgetragen.

HB FRANKFURT. Ausgehend von einem Sparziel von 15 bis 20 Prozent der Kosten seien in den vergangenen Wochen mit fast allen Firmen niedrigere Zustellvergütungen vereinbart worden, sagte ein Sprecher der Post am Samstag. Die Post lässt Pakete in rund 880 von insgesamt 7000 Zustellbezirken von Subunternehmern zustellen. In Branchenkreisen ist von einer mittleren zweistelligen Unternehmenszahl die Rede. Briefe werden hingegen ausschließlich von Beschäftigten der Post ausgetragen.

„Wir haben jedem einzelnen Subunternehmer Einsparpotenziale aufgezeigt“, sagte der Sprecher. Alle bis auf drei Unternehmen seien auf die Vorstellungen der Post eingegangen, die in den Einzelfällen sehr unterschiedlich gewesen seien. „Wir tragen das nicht auf dem Rücken der Fahrer aus“, sagte der Sprecher. „Wir haben den Unternehmen einen Lohn empfohlen, der deutlich über der Mindestforderung von Verdi liegt.“ Die Gewerkschaft fordert Stundenlöhne von mindestens 7,50 Euro.

Einer im Mai veröffentlichten Studie der Bundesnetzagentur zufolge werden im Briefmarkt bis auf wenige Ausnahmen keine Dumping-Löhne gezahlt. Demnach erhalten mehr als 80 000 Briefträger der Post durchschnittlich 11,29 Euro in der Stunde. Beschäftigte von Post-Subunternehmen in Filialen, bei der Briefkastenleerung und beim Transport kommen der Untersuchung im Schnitt auf einen Stundenlohn von 8,00 Euro. Die Post und Verdi hatten die Studie als mangelhaft kritisiert.

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