Pampers-Hersteller Procter & Gamble gut gerüstet für Abwehrkampf

Der aggressive Investor Nelson Peltz will Procter & Gamble zu mehr Effizienz treiben. Doch P&G-Chef David Taylor sieht sich auf dem richtigen Weg – dank Sparkurs und des Verkaufs einiger Marken.
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Der Quartalsgewinn von Procter & Gamble liegt 13,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Quelle: Reuters
Pampers-Regale

Der Quartalsgewinn von Procter & Gamble liegt 13,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

(Foto: Reuters)

CincinnatiDer US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) profitiert von seinem Sparkurs. Der unter Druck des aktivistischen Investors Nelson Peltz stehende Hersteller von Gillette-Rasierklingen und Pampers-Windeln verkaufte zudem unrentable Marken. Der Überschuss legte so im abgelaufenen Quartal um 13,5 Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar zu, wie der Konzern am Donnerstag bekanntgab. Der Umsatz stagnierte jedoch bei 16,08 Milliarden Dollar.

Während der Finanzmarkt von der Bilanz angetan war, zeigte sich Peltz unzufrieden. Procter & Gamble gehe Probleme grundsätzlich zwar an. „Aktionäre haben in der Vergangenheit aber ähnliche Versprechen gehört und die Zahlen haben sich nicht wirklich verbessert“, teilte der Investor, der über seine Beteiligungsgesellschaft Trian Fund Management Anteile an P&G hält, nach der Veröffentlichung des Berichts mit.

Das Unternehmen dürfe sich bei der Umsetzung seiner Strategie nicht von seinem Weg abbringen lassen, sagte Konzernchef David Taylor. „Wir als Management-Team und Verwaltungsrat sind sicher, den richtigen Plan zu verfolgen", so Taylor. Der Aktienkurs gab ihm zunächst recht. Er legte im frühen New Yorker Handel um 1,5 Prozent auf bis zu 90,61 Dollar zu. Seit Jahresbeginn haben die Titel bereits eine Anstieg von 6,2 Prozent verzeichnet.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Ein Schwerpunkt von Taylors Arbeit ist es, neues Wachstum zu generieren. In den Vorquartalen waren die Zahlen in dieser Hinsicht schwach. Das organische Wachstum betrug etwa zwei Prozent, doch bei Berücksichtigung etwa von Währungskursen stagnierte der Umsatz. Für das kommenden Jahr plant P&G mit zwei bis drei Prozent organischem Wachstum und einem Gewinnanstieg von fünf bis sieben Prozent.

Taylor arbeitet daran, die verhärteten Strukturen von P&G aufzubrechen, seit er im November 2015 sein Amt angetreten hat. Er arbeitet ein Zehn-Milliarden-Dollar-Einsparprogramm ab und ist offener, Manager von außen einzustellen als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.

  • rtr
  • Bloomberg
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