Panama Papers
Alitalia-Chef soll Briefkastenfirma geführt haben

Alitalia-Chef Luca Cordero di Montezemolo soll 2007 eine Briefkastenfirma in Panama gegründet haben. Das melden Medien unter Berufung auf die sogenannten Panama Papers. Montezemolo war früher Chef von Fiat und Ferrari.

RomVon den Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama sind laut Medienberichten auch etwa 1000 Italiener betroffen, darunter Alitalia-Chef Luca Cordero di Montezemolo. Dieser habe eine 2007 in Panama gegründete Firma namens Lenville geführt, meldete das Magazin „L'Espresso“ am Montag unter Berufung auf die sogenannten Panama Papers.

Montezemolo war damals Chef von Fiat und Ferrari. Nach Angaben des Magazins wollte er sich zu dem Bericht nicht äußern.

Ein internationaler Verbund investigativer Journalisten hatte vertrauliche Daten der Beratungsfirma Mossack Fonseca zu mehr als 200 000 sogenannter Offshore-Firmen durchkämmt. Die Gründung solcher Briefkastenfirmen ist zwar legal, sie werden aber häufig genutzt, um Vermögen vor Steuer- und Finanzbehörden zu verstecken.

Laut „L'Espresso“ tauchen in den Papieren auch die Namen der Banken UniCredit und Ubi Banca auf. UniCredit soll Mossack Fonseca genutzt haben, um 80 Offshore-Firmen zu managen. 2010 soll sich die Bank dann von den Geschäften distanziert haben. Die Bank reagierte mit der Erklärung, dass Mossack Fonseca „nicht als Finanzberater der Gruppe auftauchte“.

Laut „L'Espresso“ soll Ubi Banca Verbindungen zu etwa 40 Offshore-Firmen in Panama und auf den Seychellen gehabt haben. Die Bank erklärte, man habe keine Töchter in diesen Ländern und habe Kunden stets in Einklang mit geltenden Regeln unterstützt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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