Panne bei Knight Capital
Aktienberg noch höher als angenommen

Rund sieben Milliarden Dollar - so groß soll der Wert des Aktienbergs gewesen sein, den eine fehlerhafte Handelssoftware im Alleingang anhäufte. Das übertrifft alle Annahmen. Die Börsenfirma überlebte die Panne knapp.
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New YorkDer Amoklauf einer neuen Handelssoftware bei der US-Börsenfirma Knight Capital scheint noch drastischere Ausmaße gehabt zu haben als bislang bekannt. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ (Donnerstag) saß der vergleichsweise kleine Broker zeitweise auf einem Aktienberg im Wert von rund 7 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro).

Ein außer Kontrolle geratenes Handelsprogramm hatte am Morgen des 1. August ungebremst Aktien gekauft. Menschliche Händler bei Knight Capital hätten dann wie die Wahnsinnigen versucht, die Papiere wieder abzustoßen, hieß es unter Berufung auf eingeweihte Personen. Bis zum Ende des Tages sei der Aktienberg auf 4,6 Milliarden Dollar geschrumpft. Knight Capital selbst äußerte sich nicht dazu.

Der Softwarefehler hatte die gesamte New Yorker Börse kurzzeitig in Atem gehalten, weil plötzlich massenhaft Kaufaufträge die Märkte fluteten und die Kurse verrückt spielten. Mehrere Geschäfte wurden nachträglich annulliert.

Knight Capital fuhr durch das hektische Abstoßen der Aktien einen Verlust von 440 Millionen Dollar ein. Nur eine 400 Millionen Dollar schwere Finanzspritze einer Gruppe von Investoren sicherte letztlich das Überleben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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