Pannen bei zwei ICE-Zügen
Bahn peilt 2005 über 400 Millionen Euro Gewinn an

Die Bahn will nach dem Erreichen der schwarzen Zahlen in diesem Jahr ihren Gewinn im kommenden Jahr sogar noch trotz aller Probleme ausbauen.

HB BERLIN. Für 2005 kalkuliert der Vorstand nach Informationen aus Unternehmens- Kreisen mit einem Betriebsergebnis von über 400 Mill. €. Ein Sprecher kommentierte dies am Montag nicht. In diesem Jahr will die Bahn erstmals aus eigener Kraft Gewinn ausweisen. Statt ursprünglich 300 Mill. € wird angesichts der schwachen Konjunktur aber nur ein Plus von 200 Mill. € angepeilt. Die Finanzplanung bis 2009 dürfte auch Thema der Aufsichtsratssitzung an diesem Dienstag sein.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte bereits angekündigt, die Gewinn- Ziele angesichts des „schwierigen Umfelds“ zu senken. Hintergrund sind die anhaltende Konjunkturflaute, höhere Kosten für Energie und die angespannten öffentlichen Haushalte, aus denen der Ausbau des Schienennetzes mit zu finanzieren ist. Der Vorstand hatte kürzlich bekräftigt, dass sich der Trend mit deutlich steigenden Ergebnissen in den Folgejahren aber fortsetzen solle. Sorgenkinder sind weiterhin der Fernverkehr und der Güterverkehr auf der Schiene, die in diesem Jahr auf rote Zahlen zusteuern.

Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung war zudem darüber spekuliert worden, ob der 2005 auslaufende Vertrag von Güterverkehrsvorstand Bernd Malmström verlängert wird.

Unterdessen gab es zum Wochenanfang neue Pannen. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Köln sind am Montag zwei ICE-Züge liegen geblieben. Die Pannen ereigneten sich am Vormittag zwischen den Bahnhöfen Limburg und Montabaur, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin mitteilte. Mehrere hundert Passagiere mussten die ICE verlassen und in andere Züge umsteigen. Die Verspätungen summierten sich auf bis zu drei Stunden. Zur Ursache der beiden Pannen konnte die Bahn zunächst keine genauen Angaben machen.

Betroffen waren nach Angaben von Bahnsprecher Achim Stauß der ICE 616 und der ICE 622, die gegen 07.30 Uhr auf dem Weg nach Köln waren. Bei dem einen Zug konnten die Fahrgäste im Bahnhof Limburg-Süd umsteigen, die anderen Passagiere mussten auf offener Strecke in einen anderen ICE wechseln. Als Entschädigung bekommen sie einen Teil des Reisepreises zurück. Bei den Zügen handelt es sich um ICE drei der neuesten Generation, die von Siemens hergestellt werden.

Erst am Samstag war auf der neuen Prestigestrecke der Bahn zwischen Hamburg und Berlin ein ICE liegen geblieben. Die Fahrt dauerte statt der versprochenen eineinhalb Stunden schließlich mehr als vier Stunden.

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