Pannenserie
Hamburg-Köln-Express mit neuen Problemen

Nachdem der HKX bereits am Wochenende dezimiert auf die Gleise ging, fallen nun gleich alle Verbindungen aus. Das private Bahnunternehmen hat die gleiche Entschuldigung parat wie sonst immer die Deutsche Bahn.
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DüsseldorfNichts geht mehr beim Hamburg-Köln Express (HKX). Bei der privaten Fernbahn wurden am Donnerstag alle Fahrten von Hamburg nach Köln und in die Gegenrichtung abgesagt. Drei Verbindungen fallen aus. Ab morgen soll der Zugverkehr wieder laufen. Allerdings müssen sich Reisende am Wochenende auf eine Fahrt in einem Nahverkehrszug einstellen.

Die Begründung für die kurzfristigen Ausfälle klingt ähnlich wie bei der Deutschen Bahn – der Winter ist schuld. Dem Monopolisten will der HKX eigentlich Konkurrenz machen, doch jetzt steht er der Bahn in nichts nach. Die Räder hätten sich „Flachstellen“ eingefahren, so eine Unternehmenssprecherin. Die entstehen, wenn Räder über das Gleis rutschen statt rollen – was besonders im Herbst und Winter durch Laub der Fall sein kann.

„Alle Waggons sind in der Werkstatt“, sagte die Sprecherin Handelsblatt Online. Die Rheingold-Waggons, mit denen HKX die Strecke befährt, waren erst am vergangenen Wochenende mit Defekten zur Reparatur. Welche Probleme die Luxuswaggons der Bundesbahn aus den Siebzigerjahren hatten, teilte das Unternehmen nicht mit. Zugausfälle konnte der Betreiber vermeiden, verkürzte Züge fuhren von Hamburg nach Köln und zurück. Einige Reisende wurden umgebucht.

Und viele Passagiere mussten mit einem Nahverkehrszug vorlieb nehmen, den sich HKX kurzfristig vom Bahnunternehmen Trans-Regio geliehen hatte. Mit dem Einsatz des Zuges können die Fahrgäste auch von Freitag bis Sonntag rechnen. Für sie heißt es dann wieder harter Sitz, statt weiches Rheingold-Polster. Zur neuen Wochen sollen die Räder der Rheingold-Waggons aber wieder rund laufen.

Über die Zugausfälle am Donnerstag seien die Fahrgäste am Vorabend per Telefon oder E-Mail informiert worden. In Hamburg hätten am Morgen lediglich drei Fahrgäste erst am Gleis vom Ausfall ihres Zuges erfahren. Die Kunden bekämen die Fahrt automatisiert erstattet.

 
Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst

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  • Schade. Ich hoffe die bekommen das in den Griff!

    Für 20 Euro erwarte ich keinen Komfort und fahre auch im Regionalzu-Wagen, aber Zugausfälle geht gar nicht - das ist ja wie bei der DB.

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