Parfümeriekette Douglas setzt Duftmarke in Italien

Nachdem Douglas bereits im März den spanischen Konkurrenten Bodybell übernommen hat, kauft die Parfümeriekette nun zwei Ketten in Italien. Europaweit betreibt Douglas damit künftig über 2000 Parfümerien.
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Die Parfümeriekette expandiert zurzeit stark in Südeuropa. Quelle: dpa
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Die Parfümeriekette expandiert zurzeit stark in Südeuropa.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDouglas-Chefin Isabelle Parize zieht ihre angekündigte Expansion in Europa konsequent durch. Nach der jüngsten Übernahme in Spanien hat sie jetzt den nächsten spektakulären Zukauf eingefädelt. Das Unternehmen übernimmt die italienische Parfümeriegruppe Leading Luxury Group (LLG) und wird damit auf einen Schlag Marktführer in Italien. Verkäufer ist die Private-Equity-Gesellschaft Orlando Italy Management.

Schon vor zwei Monaten hatte Parize im Handelsblatt-Interview angekündigt, dass der Umsatz von Douglas in diesem Jahr um rund fünf Prozent wachsen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, so hatte sie damals gesagt, seien auch weitere Übernahmen im europäischen Ausland geplant.

Ziel von Douglas-Chefin Parize ist es, in jedem Markt Nummer eins oder zumindest eine starke Nummer zwei zu sein. Mit der Übernahme hat sie das jetzt auch im wichtigen Markt Italien erreicht. Die Leading Luxury Group hat heute schon mit ihren 500 Parfümerien unter den Marken Limoni und La Gardenia einen Marktanteil von 50 Prozent. Dazu kommen dann noch die 126 Douglas-Parfümerien vor Ort.

Die zehn beliebtesten Luxusgüter der Welt
Rang 10: Luxus-Kreuzfahrten
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Die Demografie- und Einkommensentwicklung wirkt sich positiv auf die Luxus-Kreuzfahrt-Industrie aus. Rund zwei Milliarden Euro Umsatz wurden 2015 in diesem Marktsegment erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2014 ist der Markt um vier Prozent (wechselkursbereinigt) gewachsen. Damit sind Kreuzfahrten unter den Reichen nach wie vor sehr gefragt. Insbesondere Fahrten zu ungewöhnlichen Reisezielen waren in diesem Jahr beliebt.

Rang 9: Luxus-Jachten
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Der Luxus-Jacht-Markt stagniert. 2015 wurden – genauso wie im Vorjahr – weltweit sieben Milliarden Euro in diesem Segment umgesetzt. Das reicht jedoch aus, um einen Platz in der Top Ten der beliebtesten Luxusgüter zu ergattern. Eine positive Tendenz hat sich zudem abgezeichnet: Die Nachfrage nach Halbfertigerzeugnissen in der Industrie aus China und dem Vereinigten Königreich ist zuletzt gestiegen.

Rang 3: Luxuriöse Privatjets
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Privatjets waren 2015 das achtgrößte Segment auf dem Luxusgütermarkt mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage um 14 Prozent gewachsen, wechselkursbereinigt ist das Wachstum jedoch sogar um einen Prozent gesunken. Nordamerika ist hier der stärkste Markt.

Rang 7: Hochwertige Designerwaren
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Das zweite Jahr in Folge ist die Nachfrage auf dem Designmarkt gestiegen – wechselkursbereinigt um vier Prozent auf 32 Milliarden Euro. Beliebt waren im vergangenen Jahr vor allem hochwertige Wohn- und Schlafzimmermöbel, sowie Designerlampen. Besonders der europäische Markt konnte von den positiven Wechselkursentwicklungen profitieren, insbesondere Italien und Deutschland kam dies zugute. Den größten Verkaufskanal bildet nach wie vor der Großhandel (66 Prozent), der Online-Handel macht in diesem Segment zurzeit noch einen geringen Anteil aus, wächst aber stetig.

Rang 6: Bildende Künste
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Luxusgüter aus der bildenden Kunst machen 70 Prozent des gesamten Kunstmarkts aus. Die sich schnell entwickelnden Online-Kanäle bilden eine vielversprechende Plattform für interessierte Sammler, die noch keine Marktkenner sind. Der größte Markt ist in diesem Segment die USA, der vor allem in New York floriert.

Rang 5: Delikatessengeschäft
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Ähnliches gilt für das Delikatessengeschäft. In diesem Segment wurden 2015 45 Milliarden Euro umgesetzt, der Markt ist im Vergleich zu 2014 um vier Prozent gewachsen. Insgesamt wurden in der Sparte mit dem Delikatessengeschäft und Luxus-Spirituosen 108 Milliarden Euro auf der ganzen Welt umgesetzt.

Rang 4: Luxusweine und Spirituosen
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Mit Luxusweinen und Spirituosen wurden 2015 64 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von drei Prozent (wechselkursbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr. Auf der ganzen Welt konnte Luxuswein ein solides, organisches Wachstum verzeichnen. Experten rechnen zukünftig mit einer besonders starken Kaufkraft der Touristen in diesem Marktsegment, da sie den Wertverlust des Euro für Luxus-Shoppingtouren in Europa nutzen.

Mit dem Zukauf baut Douglas zugleich auch die Marktführerschaft in Europa aus. Zusammen mit Limoni und La Gardenia hat der Konzern dann 2.200 Filialen in 19 Ländern. „Die Übernahme von LLG ist ein wichtiger Schritt bei unseren Bestrebungen, die Reichweite von Douglas europaweit auszudehnen“, sagte Henning Kreke, Miteigentümer und Aufsichtsratschef von Douglas.

Parize versucht sehr aggressiv, vergangene Versäumnisse in der Strategie von Douglas aufzuholen. Im März erst hatte Douglas die Parfümeriekette Bodybell in Spanien übernommen und damit die Zahl seiner Filialen in diesem Land auf einen Schlag um 200 Geschäfte ausgebaut. Bisher hatte Douglas es in rund zwanzig Jahren in Spanien erst auf 57 Märkte gebracht.

Zugleich zieht sich Douglas jetzt auch genau so konsequent aus Märkten zurück, in denen keine Chance besteht, in absehbarer Zeit auf einen nennenswerten Marktanteil zu kommen. So hat sich das Unternehmen im Dezember 2016 aus der Türkei zurückgezogen. In zehn Jahren hatte es die Kette dort gerade mal auf elf Filialen gebracht. 

Die Familie Kreke kontrolliert Douglas zusammen mit dem Finanzinvestor CVC. Der hatte im vergangenen Sommer die Mehrheit übernommen, die Krekes halten 15 Prozent. Im Zuge dieser Veränderung der Eigentümerstruktur hatte auch Isabelle Parize die Leitung des Unternehmens übernommen. Douglas hatte sich in den vergangenen Jahren auf das Parfümerie-Geschäft konzentriert, andere Konzernteile wie der Süßwarenhändler Hussel oder der Schmuckhändler Christ waren verkauft worden.

Auch in der Zentrale der Parfümeriekette hat die neue Chefin aufgeräumt. Rund 150 Stellen hat sie eingespart, jedes Geschäftsfeld wird überprüft. Abgeschlossen ist mittlerweile der Umzug des Headquarters von Hagen nach Düsseldorf – auch das eine Effizienzmaßnahme, weil damit das bisher räumlich getrennte Online- und das Filialgeschäft in einer Zentrale zusammengelegt werden. Ihre Ansage: „Die Organisation muss agiler werden, um schlagkräftiger zu sein.“

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