Passagieraufkommen im Halbjahr
WM-Gäste bereichern Frankfurter Flughafen

Der Frankfurter Flughafen hat in den ersten sechs Monaten 2006 mehr Passagiere abgefertigt als jemals zuvor im vergleichbaren Zeitraum. Dazu trug nicht zuletzt die Fußball-WM bei. An das Wachstum von Konkurrent München kamen die Frankfurter jedoch nicht heran.

HB FRANKFURT. Wie die Betreibergesellschaft Fraport am Donnerstag mitteilte, nutzten 25,1 Mill. Fluggäste das Frankfurter Drehkreuz. Das seien 1,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des bisherigen Rekordjahres 2005. Zum Wachstum beigetragen habe vor allem das zweite Quartal, in das die Osterferien gefallen seien und der größte Teil der Fußball-Weltmeisterschaft. Diese hatte dem Frankfurter Flughafen in den gesamten viereinhalb Turnierwochen 360 000 zusätzliche Passagiere beschert.

Bei der Luftfracht setzte sich der Boom der vergangenen zwei Jahre nach Angaben der Betreibergesellschaft fort. Im ersten Halbjahr 2006 wurden 995 517 Tonnen Fracht befördert, ein Plus von 10,6 Prozent.

Die Passagierzahlen des Flughafen München, die Nummer zwei nach Frankfurt, wuchs in den vergangenen sechs Monaten allerdings wesentlich stärker. Dank 200 000 WM-Gästen kletterte die Zahl der beförderten Fluggäste dort um knapp 8 Prozent auf 14,5 Millionen. Branchenprimus Frankfurt liegt zwar noch deutlich vor München, wächst aber wegen begrenzter Kapazitäten schon seit Jahren langsamer.

Besserung in Antalya in Sicht

Konzernweit blieb Fraport im ersten Halbjahr unter Vorjahresniveau. Insgesamt wurden 33,9 Mill. Gäste befördert, fast ein Prozent weniger. Fraport führte dies auf die Probleme am Flughafen Antalya zurück, wo ein Großteil der Flüge an ein Terminal ohne Fraport-Beteiligung verlagert worden war. Seit Mai herrsche dort aber wieder eine bessere Verteilung, was bereits im kommenden Quartal zu einer spürbaren Verbesserung der Passagierzahlen führen werde, teilte Fraport mit.

Den stärksten Zuwachs verbuchte der Flughafenbetreiber in Frankfurt-Hahn mit einem Plus von 18 Prozent auf 1,69 Mill. Passagiere. In Hannover legte das Unternehmen 4 Prozent zu, in Lima 4,4 Prozent. Lediglich am Standort Saarbrücken büßte Fraport mehr als 9 Prozent der Gäste ein.

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