Passagierbilanz
Mehr Fluggäste, aber schwächeres Wachstum

In der Wirtschaftskrise fliegen weniger Menschen von deutschen Flughäfen in die Ferne. Die Flaute im zweiten Halbjahr hat Deutschlands Flughäfen die Passagierbilanz des Jahres 2008 verdorben.

HB WIESBADEN. Zwar wurden im vergangenen Jahr insgesamt 165,6 Millionen Passagiere gezählt und damit 2,1 Millionen oder 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Das war aber das geringste Wachstum seit 2002. Seit August geht es außerdem mit den Passagierzahlen besonders im innerdeutschen und europäischen Verkehr abwärts.

Nachdem es von Januar bis Juli noch ein Passagierplus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben hatte, sank die Zahl der Fluggäste von August an bis zum Jahresende um 2,8 Prozent. Die Daten stammen von 27 Flughäfen in Deutschland, die für 99 Prozent des gesamten Passagieraufkommens stehen. Über das Jahr gesehen konnten die Fluggesellschaften den Europa- Verkehr von Deutschland besonders in die Alpenländer Österreich (plus 4,2 Prozent) und die Schweiz (plus 4,4 Prozent) ausbauen. Einbußen gab es hingegen bei den drei zahlenmäßig stärksten Zielen Spanien (minus 1,8 Prozent), Großbritannien (minus 3,9 Prozent) und Italien (minus 4,5 Prozent).

Mit 13,7 Millionen Passagieren (plus 3,5 Prozent) behauptete sich der gesamte amerikanische Kontinent vor Asien mit 12,5 Millionen Fluggästen (plus 0,7 Prozent). Zu Zielen in Afrika flogen 6,1 Millionen Menschen und damit 4,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit einem Zuwachs um 5,7 Prozent auf 2,6 Millionen Fluggäste blieb Ägypten zweitwichtigstes Interkontinentalziel hinter den USA mit 9,7 Millionen Passagieren (plus 1,2 Prozent).

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