Passagierrückgang

Terroranschläge machen Fraport zu schaffen

Der Flughafenkonzern Fraport ist in vielen Ländern aktiv. Daher treffen auch ferne Krisen das Unternehmen aus Frankfurt. Der Konzern sucht dennoch nach weiteren Beteiligungen im Ausland.
Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender des Flughafenbetreibers Fraport: „Wir müssen uns strecken, um unsere Ziele und unseren Ausblick für das Jahr 2016 zu erreichen.“ Quelle: dpa
Fraport AG

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender des Flughafenbetreibers Fraport: „Wir müssen uns strecken, um unsere Ziele und unseren Ausblick für das Jahr 2016 zu erreichen.“

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Terroranschläge in der Türkei und Europa machen dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport spürbar zu schaffen. „Wir müssen uns strecken, um unsere Ziele und unseren Ausblick für das Jahr 2016 zu erreichen“, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte am Freitag bei der Hauptversammlung in Frankfurt.

Am Fraport-Flughafen im türkischen Antalya erwartet Schulte in diesem Jahr 30 Prozent weniger internationale Passagiere als im Vorjahr. Hier fehlen neben den vorsichtigen deutschen Gästen vor allem die Passagiere aus Russland. Schulte hofft, dass sich viele Urlauber noch kurzfristig für eine Reise in das Land am Bosporus entscheiden. Für Antalya werde der Last-Minute-Markt diesmal „sehr entscheidend sein“.

Schulte erwartet, dass der türkische Airport dem Konzern in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro weniger einbringt als noch 2015. Damit würde das Ergebnis für Antalya an der Nulllinie kratzen.

Für den gesamten Fraport-Konzern peilt Schulte weiterhin einen operativen Gewinn (Ebitda) von 850 bis 880 Millionen Euro an, das wäre etwas mehr als im Vorjahr. Unterm Strich soll der Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres bleiben oder leicht steigen. Letztlich hänge dies von der Entwicklung in der Türkei ab, sagte der Fraport-Chef.

Hier kommen Flüge oft zu spät
Meiste Verspätungen – Platz 5: Nürnberg
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Der zweitgrößte Flughafen Bayerns schneidet in der Verspätungsrangliste schlecht ab. Im Jahr 2015 waren insgesamt 504 Flüge verspätet oder wurden annulliert. Das waren 3,13 Prozent aller Flüge in Nürnberg. Die Prozentzahl gibt dabei den jeweiligen Prozentsatz der Verspätungen ab einer Stunde sowie Annullierungen am Gesamtflugvolumen des Flughafens an.

Quelle: „Welt“, Flightright/OAG, Mindestflugvolumen jeweils 5000 Flüge pro Flughafen.

Meiste Verspätungen – Platz 4: Leipzig/Halle
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An Sachsens Drehkreuz Leipzig hatten zwar lediglich 292 Flüge mehr als eine Stunde Verspätung oder wurden annulliert, doch die machten 3,21 Prozent des Flugvolumens aus. Sprich: Passagiere mussten im innerdeutschen Vergleich oft warten.

Meiste Verspätungen – Platz 3: Köln/Bonn
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Auch größere Flughäfen schneiden in der Verspätungsrangliste schlecht ab: Der Airport Köln/Bonn knackte 2015 die Marke von zehn Millionen Passagieren, dabei hatten 1400 Flüge mehr als eine Stunde Verspätung oder fielen aus. Das waren 3,26 Prozent aller Flüge.

Meiste Verspätungen – Platz 2: Frankfurt
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Frankfurt ist Deutschlands größte Luftfahrtdrehkreuz – und auch einer der unpünktlichsten Flughäfen. Der „Flightright“-Analyse zufolge waren 7754 Flüge von Verspätungen und Annullierungen betroffen. 3,31 Prozent des Gesamtverkehrs war damit nicht pünktlich.

Meiste Verspätungen – Platz 1: Dresden
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1,7 Millionen Passagiere zählte der Airport Dresden 2015. Ob die zurückgehende Zahl mit den Verspätungen zu tun hat? Denn die sind mit einem Anteil von 3,52 Prozent am Gesamtflugvolumen die höchsten in Deutschland. 321 Flüge besonders unpünktlich oder fielen aus.

Wenigste Verspätungen – Platz 5: Hannover
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Der Airport der niedersächsischen Landeshauptstadt eröffnet die Top Fünf der Flughäfen mit den wenigsten Verspätungen. 527 Flüge waren mehr als eine Stunde hinter der geplanten Zeit oder wurden gecancelt – macht 2,55 Prozent am Gesamtflugvolumen.

Wenigste Verspätungen – Platz 4: Bremen
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Rund vier Prozent weniger Passagiere verzeichnete der Airport der Hansestadt 2015. An den Verspätungen kann das eigentlich nicht gelegen haben 256 Flüge waren in Bremen betroffen, das macht einen Prozentsatz von 2,2 Prozent.

Weitere Wachstumsmöglichkeiten sieht Fraport im Ausland. Die geplante Privatisierung des Airports von Bulgariens Hauptstadt Sofia sowie vier Flughäfen in Brasilien will sich Schulte auf jeden Fall anschauen. „Wir glauben an das Potenzial Brasiliens“, sagte er mit Blick auf die wirtschaftlichen Probleme in dem Land. Zuletzt hatte Fraport den Flughafen in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana übernommen.

Derweil hat die griechische Kartellbehörde der Übernahme von 14 griechischen Regionalflughäfen durch Fraport und einen griechischen Partner für 1,2 Milliarden Euro zugestimmt. Fraport werde den Betrieb der Airports nun voraussichtlich Ende 2016 übernehmen, sagte Schulte. Trotz der Flüchtlingskrise sieht Schulte Griechenland positiv: An den 14 künftigen Fraport-Flughäfen sei die Zahl der Passagiere 2015 um rund 6 Prozent auf 23,5 Millionen gestiegen.

  • dpa
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