Passagierzahl und Fracht auch im April gestiegen
Fraport büßt erheblich Gewinn ein

Europas zweitgrößter Flughafenbetreiber hat im ersten Quartal 2004 trotz gestiegener Einnahmen mehr als ein Viertel seines Gewinns eingebüßt. Als Grund nannte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt eine Reihe von Sondereffekten bei Einnahmen, Währungseffekten und Bilanzierung.

HB FRANKFURT. Bei einem Umsatzplus von 3,9 Prozent auf 446,2 Millionen Euro schrumpfte der Überschuss in den ersten drei Monaten des Jahres um 26,7 Prozent auf 18,9 Millionen Euro. Mit einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 99,4 Millionen Euro erreichte Fraport zudem nur knapp das Vorjahresniveau und verfehlte die Prognosen der Analysten. Diese hatten mit 107 Millionen Euro Ebitda und gut 27 Millionen Euro Reingewinn gerechnet.

Gleichwohl bekräftigte Fraport für das Gesamtjahr seinen bisher optimistischen Ausblick und erwartet bei fünf Prozent Umsatzplus Zuwächse beim Ebitda von fünf bis zehn Prozent und beim Konzerngewinn von ebenfalls mehr als fünf Prozent.

Als Zeichen einer anhaltend positiven Entwicklung des Flugverkehrs wertete Fraport die gleichzeitig veröffentlichten Verkehrszahlen für den Monat April. Danach zählte der Frankfurter Flughafen mit 4,15 Millionen Passagieren 11,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Frachtaufkommen stieg ähnlich stark um 11,7 Prozent auf knapp 145.800 Tonnen. Damit war der Zuwachs im April stärker als im ersten Quartal.

Als negative Faktoren für die erste Quartalsbilanz des Jahres führte Fraport an, dass knapp fünf Millionen Euro Einnahmen aus Lärmschutzentgelten nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließen. Zudem seien die Einnahmen aus dem militärischen Flugverkehr um 2,3 Millionen Euro gesunken. Belastet wurde der Konzerngewinn durch ein negatives Finanzergebnis, das um 15,2 Millionen Euro auf minus 9,5 Millionen Euro einbrach. Der Vorjahreswert sei durch eine zeitlich versetzt verbuchte Dividende aus der Beteiligung am Flughafen Antalya einmalig erhöht gewesen. Ebenso hätten Währungseffekte mit mehr als sechs Millionen Euro negativ zu Buche geschlagen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%