Passagierzahlen
Lufthansa streicht rund 1000 Flüge pro Woche

Die Lufthansa hat im September von den jüngsten Übernahme profitiert und deutlich mehr Fluggäste befördert als im Vorjahresmonat. Lufthansa hatte zuletzt Brussels Airlines und die britische BMI übernommen. Zudem wurde im September erstmals Austrian Airlines in das Zahlenwerk mit aufgenommen. Dennoch streicht Lufthansa im Winterflugplan etliche Flüge.

HB FRANKFURT. Die Zahl der Passagiere des Konzerns stieg im September verglichen mit dem Vorjahr um knapp ein Viertel auf 7,936 Millionen, wie die größte europäische Fluggesellschaft am Freitag mitteilte. Die verkaufte Flugstrecke stieg um 14,6 Prozent, während die Auslastung der Flugzeuge konzernweit bei 80,2 Prozent konstant blieb. Gegenüber August stieg die Zahl der Passagiere im Konzern um fast eine Million.

Auch bei der Lufthansa selbst und bei der Swiss zeigte die Entwicklung nach oben: Die Kranichlinie beförderte mit 5,069 Mio. Fluggästen 2,0 Prozent weniger als im September 2008, die Swiss legte um 2,3 Prozent auf 1,206 Mio. Passagiere zu. Im Vergleich zum Vormonat war die Entwicklung umgekehrt: Die Kranichlinie selbst beförderte 152 000 Passagiere mehr als im August. Die Swiss büßte im Vormonatsvergleich 70 000 Fluggäste ein.

Im von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Frachtverkehr sei unterdessen weiterhin keine grundlegende Verbesserung der Marktbedingungen zu beobachten, berichtete die Lufthansa. Der Konzern verbuchte im September ein Minus von 9,3 Prozent auf 146 000 Tonnen. Die Frachtauslastung verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 62,2 Prozent. Lufthansa Cargo verbuchte noch einen Rückgang um 8,5 Prozent auf 131 000 Tonnen. Die Auslastung verbesserte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 66,4 Prozent.

Trotz der Entspannung im September habe die Lufthansa in den ersten neun Monaten des Jahres bedingt durch die anhaltend schlechte Weltwirtschaftslage einen Rückgang der Passagierzahlen um 3,9 Prozent auf 41,9 Mio. verzeichnet und konnte "damit nach Ablauf der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres nicht an die Werte des Vorjahres anknüpfen".

Darauf reagiert die Fluggesellschaft und streicht im Winterflugplan wöchentlich knapp 1 000 Flüge in Deutschland und Europa. Die Zahl der Interkontinentalflüge dagegen steigt um 22 Verbindungen, wie der Konzern am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte.

Der Winterflugplan gilt vom 25. Oktober bis 27. März 2010. Die Zahl der wöchentlich angebotenen Lufthansa-Flüge in Deutschland und Europa sinkt den Angaben zufolge um 7,4 Prozent oder 996 auf 12 406 Flüge. Auf Fernstrecken werden künftig wöchentlich 1 146 Flüge angeboten.

Die Fluggesellschaft ändere ihr Streckennetz nicht radikal, sagte Karl Ulrich Garnadt, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands. "Wir optimieren das Streckennetz so, dass die Verbindungsqualität für unsere Gäste möglichst umfassend erhalten bleibt." Lufthansa bleibe in allen Verkehrsgebieten präsent.

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