Pernod Ricard
Maues China-Geschäft sorgt für Katerstimmung

Eine Anti-Korruptionskampagne der Regierung kostet den Spirituosenhersteller Pernod Ricard womöglich zehn Prozent des Umsatzes in China. Finanzchef Gilles Bogaert blickt pessimistisch in die Zukunft.

ParisDer Druck auf die Spirituosen-Geschäfte in China hält dem französischen Weltmarktzweiten Pernod Ricard zufolge an. Im Geschäftsjahr 2015/16 bis Ende Juni dürften der Umsatz des Konzerns in der Volksrepublik auf vergleichbarer Basis um bis zu zehn Prozent sinken, sagte Finanzchef Gilles Bogaert am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Es sei schwer vorherzusagen, wann die Nachfrage wieder deutlich anziehen werde. „Es herrscht Unsicherheit über den Zeitpunkt und den Umfang der Erholung“, sagte Bogaert. Neben der Konjunkturabkühlung macht der Branche in China die Anti-Korruptionskampagne der Regierung zu schaffen, die auch hochprozentige Geschenke an Staatsdiener in Visier genommen hat.

Pernod Ricard ist damit deutlich pessimistischer als der kleinere französische Rivale Remy Cointreau, der zuletzt von einer deutlichen Verbesserung der Geschäfte in China gesprochen hatte. Auch deswegen steigerte Remy seinen Umsatz im vorigen Quartal um zehn Prozent auf rund 252 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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