Pflegeheimbetreiber
Curanum will durch Zukäufe wachsen

Zukäufe bleiben für den Senioren- und Pflegeheimbetreiber Curanum auch in den kommenden Jahren der wesentliche Wachstumstreiber. Das Unternehmen, dessen größter Einzelaktionär die von Lars Windhorst geleitete Beteiligungsgesellschaft Vatas ist, will aber auch neue Einrichtungen eröffnen.

HB FRANKFURT. "Ich denke, dass wir für das Jahr 2008 sehr gute Chancen haben, unsere Expansionsstrategie fortsetzen zu können", sagte Finanzvorstand Bernd Rothe am Dienstag in Frankfurt. Curanum befinde sich in mehreren Verhandlungen. Das Unternehmen strebe pro Jahr die Übernahme von sieben bis acht Einrichtungen mit bis zu 1 000 Betten an. Die beschleunigte Konsolidierung im Pflegemarkt eröffne Curanum zahlreiche Möglichkeiten.

Mittelfristig könne Curanum Einrichtungen mit 1 000 Betten vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren, erklärte der Vorstand. Lediglich bei größeren Übernahmen werde das Unternehmen auf Kreditinstitute oder den Kapitalmarkt zurückgreifen. Für kleinere Zukäufe sei Curanum bereit, das vier- bis sechsfache des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zu zahlen, erklärte Rothe. Diese Einschätzung bestätigten die gegenwärtigen Verhandlungen, die das Unternehmen führe. Der Konzern plane aber auch die Eröffnung von ein bis drei neuen Einrichtungen im Jahr.

Curanum ist mit gegenwärtig 67 Einrichtungen die Nummer drei der größten privaten Pflegeheimbetreiber nach Pro Seniore und Kursana. Insgesamt entfällt Rothe zufolge noch mehr als die Hälfte des deutschen Pflegemarktes auf gemeinnützige und kirchliche Träger. Die Kommunen zögen sich dagegen stark zurück.

Für das vergangene Geschäftsjahr müssen die Aktionäre angesichts der Expansionspläne erneut auf eine Dividendenerhöhung verzichten und sollen eine stabile Ausschüttung von zehn Cent je Aktie erhalten. Für 2008 rechnet Curanum ohne weitere Akquisitionen unverändert mit Umsätzen von 260 bis 265 (2007: 230,1) Mill. Euro und einem Nettogewinn von 10,5 bis zwölf (4,9) Mill. Euro. Diese Prognose sei zwar konservativ, räumte Rothe ein. Nach der Gewinnwarnung im vergangenen Jahr plane Curanum etwas vorsichtiger.

Größter Einzelaktionär bei dem Münchener Unternehmen ist mit 17,91 Prozent die in die Schlagzeilen geratene Beteiligungsgesellschaft Vatas, die vom früheren Jungunternehmer Lars Windhorst geleitet wird. Der Vorstand habe keine Hinweise darauf, dass Vatas Veränderungen bei ihrer Beteiligung plane, sagte Rothe.

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