Pflegeheimbetreiber
Curanum will zukaufen

Der Münchener Senioren- und Pflegeheimbetreiber Curanum will seinen Durchhänger im zweiten Quartal rasch überwinden. Nachdem das Unternehmen am Montag seine Prognose gesenkt hatte, kündigte es am Donnerstag an, seine Akquisitionsstrategie konsequent weiter zu verfolgen.

HB FRANKFURT. „Für das zweite Halbjahr arbeiten wir bereits daran, die negativen Effekte schnell zu drehen“, erklärte der Curanum-Vorstand am Donnerstag. „Unsere Akquisitionsstrategie verfolgen wir konsequent weiter.“ Curanum befinde sich in Verhandlungen über mehrere kleine Übernahmen und hoffe schon bald mit einem ersten Abschluss, hieß es in einer Telefonkonferenz mit dem Vorstand. Das Unternehmen will jährlich sieben bis acht Senioren- und Pflegeheime übernehmen. Zu Curanum gehören 62 Einrichtungen mit 7 300 Pflegeplätzen und 900 betreute Wohnungen.

Das Münchener Unternehmen hatte am Montag seine Prognosen für das laufende Jahr nach einem unerwartet schwachen zweiten Quartal gesenkt und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt. Am Donnerstag präzisierte Curanum die neuen Ziele. Das Unternehmen erwarte für 2007 einen Umsatz von 228,4 Millionen Euro und einen Überschuss von 8,1 Millionen Euro. Bis Anfang der Woche hatte das Unternehmen mit 229,1 Millionen Euro Umsatz und rund zwölf Millionen Euro Gewinn gerechnet.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um acht Prozent auf 52,8 Millionen Euro. Der Überschuss schrumpfte aber auf 800 000 Euro von zwei Millionen vor Jahresfrist. Mehrere Effekte lasteten auf dem Gewinn. So behandelte Curanum weniger harte Pflegefälle, wodurch die Vergütung sank. In Verhandlungen mit Behörden war eine geringere Pflegesatzerhöhung erzielt worden als erwartet. Zudem litt das Unternehmen unter hohen Personalkosten und einer schwachen Auslastung im neuen Pflegezentrum Bad Lauterberg.

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