Pharmahändler
Celesio gibt sich pessimistisch

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise wird dem Pharmahändler Celesio einen Dämpfer versetzen. "Unmittelbar spüren wir die Krise in unseren Apotheken beim Verkauf von hochwertiger Kosmetik, dermatologischen Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln", sagte Celesio-Chef Fritz Oesterle.

HB STUTTGART. Wenn die Krise länger anhalte, ließen sich die Menschen weniger oft krankschreiben und weniger Arzneimittel verschrieben. Steigende Arbeitslosigkeit könne wegen der zu erwartenden Mindereinnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu neuen Sparmaßnahmen in der Gesundheitspolitik führen, die "noch nie folgenlos an unserem Geschäft vorbeigegangen sind", warnte Oesterle.

Celesio hat mit staatlich angeordneten Preissenkungen für Arzneimittel in Großbritannien sowie der Rabattschlacht im deutschen Großhandel ohnehin zu kämpfen. Das operative Ergebnis wird daher 2008 deutlich unter den Rekordwert des Vorjahres von 843 Mio. Euro sinken. Beim Umsatz peilte Celesio zuletzt ein Plus von rund zwei Prozent vor Wechselkurseffekten zum Vorjahreswert von 22,3 Mrd. Euro. an.

Seine Finanzierung sieht der in gut einem Dutzend europäischen Ländern Pharmahändler trotz der zurückhaltenden Kreditvergabe bei den Banken in den nächsten Jahren gesichert. Langfristige Kreditlinien und ungenutzte Finanzierungszusagen sicherten die eigene Liquidität und erlaubten Investitionen in die Zukunft, etwa um neue Geschäftsbereiche aufzubauen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%