Pharmahändler
Celesio prüft Verlegung der Konzernzentrale

Wegen auslaufender Mietverträge prüft Celesio, Europas zweitgrößter Pharmahandelskonzern, eine Verlegung seiner Konzernzentrale. Gerne würde man in Stuttgart bleiben, aber auch Berlin oder Düsseldorf sind denkbar.
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BerlinDer im M-Dax notierte Stuttgarter Pharmahandelskonzern Celesio AG plant möglicherweise den Umzug seiner Konzernzentrale. Im Gespräch ist nach einem Bericht des Branchendienstes Apotheke Adhoc vom Dienstag sowohl ein Umzug innerhalb der Region Stuttgart als auch die Verlegung nach Berlin oder Düsseldorf.

Der Celesio-Konzern, zu dem die Versandapotheke DocMorris zählt, ist mit mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz einer der bedeutendsten Konzerne des Wirtschaftsraums Stuttgart und der zweitgrößte Pharmahandelskonzern Europas.

Ein Konzernsprecher bestätigte die Standortsuche und sagte, man bevorzuge eine Lösung in Stuttgart. Sollte man in Gesprächen mit der Stadt keine geeignete Lösung finden, werde man andere Standorte ernsthaft in Erwägung ziehen.

Spätestens 2014 muss Celesio wegen auslaufender Mietverträge eine neue Bleibe gefunden haben. Bereits unter dem alten Konzernchef Dr. Fritz Oesterle hatte Celesio nach einem neuen Standort Ausschau gehalten. Im Visier war eine Fläche mit 9000 Quadratmetern ebenfalls in Bad Cannstatt; ein Investor sollte die Immobilie von der Stadt erwerben und an Celesio untervermieten. Unter dem neuen Konzernchef Markus Pinger sollen die Gespräche allerdings eingeschlafen sein.

Gehe, wie das Unternehmen vor der Umbenennung in Celesio geheißen hatte, war 1835 in Dresden gegründet worden; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Firmenzentrale 1948 zunächst nach München verlegt. Erst seit 1981 hat der Großhändler seinen Hauptsitz in Stuttgart. Für eine Verlegung des Geschäftssitzes wäre eine Satzungsänderung notwendig. Auf der Tagesordnung zur Hauptversammlung in der kommenden Woche findet sich dazu nichts.

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