Pharmahändler
Gewinn von Phoenix steigt deutlich

Das florierende Geschäft in Osteuropa hat bei dem Pharmahändler Phoenix für einen kräftigen Gewinnsprung gesorgt. Im Geschäftsjahr 2011/2012 stieg der Erlös um rund 50 Prozent.
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FrankfurtDer Pharmahändler Phoenix profitiert von guten Geschäften in Osteuropa. Weniger Restrukturierungskosten und eine geringere Zinslast trugen außerdem dazu bei, dass der Gewinn im Geschäftsjahr 2011/12 um 50 Prozent auf 221,4 Millionen Euro hochschnellte. "Die positive Ergebnisentwicklung der Phoenix Group hebt sich deutlich vom gegenläufigen Trend der Branche ab", erklärte Konzernchef Reimund Pohl am Montag. Der Konzern, der sich als größter Pharmahändler Deutschlands sieht, konkurriert unter anderem mit dem Stuttgarter Celesio-Konzern, der Sanacorp aus Planegg bei München und der in Frankfurt ansässigen Anzag. Phoenix erzielte 2011/12 mit 21,7 Milliarden Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau.

Der operative Gewinn sank allerdings unter anderem wegen gestiegener Personalkosten um 7,7 Prozent auf 566,5 Millionen Euro. Das zum Firmenkonglomerat der Unternehmerfamilie Merckle gehörende Unternehmen ist im Pharmahandel in 22 europäischen Ländern aktiv und betreibt rund 1.550 Apotheken. Deutschland ist für Phoenix der wichtigste Einzelmarkt, der rund 31 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Die Geschäfte in Osteuropa steuerten zuletzt rund 14 Prozent zu den Verkaufserlösen bei.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 erwartet Phoenix eine stagnierende Umsatzentwicklung. "Die Einsparmaßnahmen bei der Gesundheitspolitik und die Unsicherheit auf Grund der immer noch fortwährenden Finanzkrise werden sich aller Voraussicht auch in diesem Jahr negativ auf die Pharmamärkte auswirken", erklärte Konzernchef Pohl. Phoenix rechnet zudem mit einem operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) auf Vorjahresniveau. Die bisherige Entwicklung bis März bestätige die Prognose.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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