Pharmatransport
Fedex wird zur fliegenden Apotheke

Der amerikanische Expressfrachtdienst Fedex investiert massiv in den lukrativen Transport von Arzneimitteln. Dort will er die Rivalen UPS und DHL angreifen, die bisher den Markt unter sich aufteilen.

DüsseldorfFür Fedex, den nach UPS zweitgrößten Expressdienstleister der Welt, stehen die Zeichen auf Sturm. Die sinkende Nachfrage nach Technologieprodukten und Unterhaltungselektronik aus Asien versetzte dem Transportgeschäft von 40 Milliarden Dollar schon im Sommer einen Dämpfer. Die flaue US-Konjunktur führte Fedex Ende September zu einer Gewinnwarnung. Innerhalb nur eines Tages brach der Kurs um acht Prozent ein.

Jetzt soll der Ausbau neuer Erlösquellen dem amerikanischen Frachtkonzern wieder auf die Beine helfen. „Das Unternehmen wird in den kommenden Jahren massiv in die Logistik für Pharmaprodukte investieren“, kündigte Fedex-Manager Richard Smith gegenüber dem Handelsblatt an. „Wir rechnen hier mit jährlichen Wachstumsraten des Gesamtmarkts von neun Prozent“, sagte er.

Der für das Life-Science-Geschäft verantwortliche Geschäftsführer ist Sohn des 67-jährigen Firmengründers und Vorstandsvorsitzenden Fred Smith. Dieser ist mit 6,2 Prozent zweitgrößter Aktionär des US-Konzerns aus Memphis. Im Gespräch mit dem Handelsblatt schloss der 33-jährige Sohn nicht aus, dass er seinen Vater eines Tages an der Konzernspitze beerben könnte. „Bis dahin gilt es, auf der Karriereleiter aber noch einige Sprossen zu nehmen“, sagte er.

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