Philippinen: Fraport wird Flughafenbeteiligung nicht los

Philippinen
Fraport wird Flughafenbeteiligung nicht los

Der Flughafenbetreiber hat im jahrelangen Streit um ein gescheitertes Millionen-Projekt am Flughafen Manila eine Schlappe erlitten. Die Gespräche mit einem philippinischen Unternehmen über den Verkauf der Fraport-Anteile an der Betreibergesellschaft Piatco sind gescheitert.

HB MANILA. Die geplante Transaktion an die Manila Hotel Corp mit einem Volumen von 200 Millionen US-Dollar (165 Mio Euro) werde nicht zustande kommen. Ein wesentliches Hindernis seien die Mitgesellschafter gewesen, die nicht auf die Ausübung ihres Vorkaufsrechts verzichten wollten. „Wir suchen nun keine anderen Kandidaten für die Übernahme der Beteiligung“, sagte ein Fraport-Sprecher. „Wir setzen unsere Hoffnungen auf das laufende Schiedsverfahren vor der Weltbank in Washington, bei dem wir sehr gute Karten haben.“ Welche Summe der Fraport bei einem erfolgreichen Ausgang des Verfahrens zugeschrieben werde, sei offen. Branchenkenner erwarten eine Entscheidung aus Washington noch im ersten Halbjahr 2006.

Das Betreiberkonsortium Piatco, an dem Fraport zu 30 Prozent beteiligt ist, hatte das Terminal 3 am Flughafen der philippinischen Hauptstadt gebaut. 2003 scheiterte der Betrieb der Abfertigungshalle auf dem internationalen Flughafen in Manila im Streit mit der Regierung. Fraport musste rund 350 Millionen Euro abschreiben. Piatco forderte nach dem Scheitern des Projekts von der philippinischen Regierung mehr als 500 Millionen Dollar Baukosten zurück. Die Regierung ihrerseits warf der Fraport Behörden-Bestechung vor.

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