Philips beleuchtet die Allianz-Arena
Licht für 53.000 Spiele – ohne Verlängerung

Mehr als 300.000 LEDs hat Philips in der Außenhaut der Münchener Allianz-Arena installiert. Die Niederländer sind neuer „Lichtpartner“ des FC Bayern. Drinnen wird zur La Ola animiert, draußen leuchtet es schlichter.
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MünchenDas erfolgsverwöhnte Münchener Fußball-Publikum gilt ja durchaus als ein wenig abwartend. Es muss etwas geboten werden, auf dem Platz und drum herum. Die La-Ola-Welle rollt manchmal eher schleppend durch das Rund des FC Bayern. Am Freitag zum Ligaauftakt gegen den Hamburger SV soll nun ein pulsierendes Lichtband unter dem Stadiondach die Fans zur Welle animieren. Und auch von außen erstrahlt das Stadion in neuem Glanz.

Der neue „Lichtpartner“ Philips hat in der spektakulären Außenhaut des Stadions mehr als 300.000 LEDs installiert. Bayern-Vorstand Andreas Jung legte am Mittwochabend bei der Präsentation gemeinsam mit Philips-Managern den Schalter um.

Für den Vorstand des Philips-Konkurrenten Osram war die Probeaufführung wohl ein schmerzlicher Abend. Die Osram-Zentrale liegt in der Nachbarschaft. Vorstandschef Olaf Berlien und seine Kollegen haben von ihren Büros im 23-stöckigen „Lighthouse“ einen direkten Blick auf das Stadion. Zehn Jahre lang hatten Osram-Leuchtstofflampen für die Außenfarben gesorgt. Ein Prestige-Objekt für die frühere Siemens-Tochter.

Nun ist Philips der neue Partner der Bayern, und darf die Fassade und den Rest des Stadions beleuchten. Mit dem Wechsel zur LED-Technologie, die derzeit die Lichtbranche rasant verändert, zeigen die Niederländer, was heutzutage technisch möglich ist.

Im sechsten Stock der Allianz Arena wirkt die neue Technologie beim Blick aus der Nähe zunächst einmal eher unspektakulär. Auf der Unterseite der rautenförmigen Membrankissen sehen die LEDs wie weihnachtliche Lichterketten aus. 7,5 Kilometer der Hightech-Leuchten hat Philips verbaut. Während bislang mit Filtern nur rot für die Bayern-Spiele, blau für die Partien des TSV 1860 München und weiß für die Nationalmannschaft möglich waren, sind nun 16 Millionen Farben theoretisch machbar.

Ausreizen will der FC Bayern dies zwar nicht. „Von den 16 Millionen Farben sind 15 Millionen rot“, witzelte Jung. Doch gibt es nun mehr Nuancen – und bei Sonderveranstaltungen sind auch neue Farben möglich. Grün zum Beispiel ist angedacht für den irischen St. Patrick's-Day, auch für den Audi-Cup könnte es eine eigene bunte Lösung gebe.

Bei Philips sind sie überzeugt, dass sich die beste technische Lösung durchgesetzt hat. Viele Konkurrenten hätten sich schließlich beworben, sagt ein Manager. Doch am Ende dürfte es auch ums Geld gegangen sein.

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Jede Leuchte lässt sich einzeln steuern

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