Pilotenstreik: Cockpit verlangt Details zu neuem Lufthansa-Angebot

Pilotenstreik
Cockpit verlangt Details zu neuem Lufthansa-Angebot

„Sehr unscharf formuliert” – so bezeichnet die Pilotengewerkschaft das aktuelle Angebot der Lufthansa und fordert Details. Für Donnerstag und Freitag sind erstmal keine neuen Streiks geplant.
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FrankfurtDie Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit will das neue Angebot der Lufthansa vorerst noch nicht bewerten. Das Schreiben des Konzerns sei „sehr unscharf formuliert”, sagte Cockpit-Vorstandsmitglied Jörg Handwerg am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Gewerkschaft habe daher Fragen an den Konzern formuliert und warte auf eine Klärung. Handwerg ließ offen, ob es zu weiteren Streiks kommt.

Am Donnerstag und Freitag sind zunächst keine weiteren Arbeitsniederlegungen geplant – diese will die Gewerkschaft immer mindestens 24 Stunden vorher ankündigen. Handwerg machte aber keine Angaben dazu, ob danach wieder zu Ausständen aufgerufen werden könnte. Die Lufthansa strich für Donnerstag noch 40 Flüge, weil die Maschinen durch die vorangegangenen Streiktage nicht an den richtigen Flughäfen verfügbar waren.

Die Vereinigung Cockpit hatte nach gescheiterten Verhandlungen über die Vergütung der Piloten der Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Billigtochter Germanwings in der vergangenen Woche wieder zu Streiks im Kerngeschäft der Airline aufgerufen. An sechs Streiktagen bis einschließlich Mittwoch dieser Woche fielen knapp 4500 Flüge aus; mehr als eine halbe Million Passagiere mussten umplanen.

Die Lufthansa will mit dem neuen Angebot die Piloten zu einer Schlichtung bewegen. Deren Vergütung soll demnach in zwei Stufen um insgesamt 4,4 Prozent steigen, zudem wird eine Einmalzahlung angeboten. Der Konzern hob hervor, dass der Vorschlag „nicht an weitere Bedingungen geknüpft” sei.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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