Pin Group
Post-Konkurrent meldet erste 880 Entlassungen an

Post-Konkurrent PIN Group macht mit seinen angekündigten Entlassungen ernst. Unternehmen der Axel-Springer-Tochter in Hamburg, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen hätten Massenentlassungen bei den jeweiligen Arbeitsagenturen angezeigt, teilte die Gruppe am Mittwoch in Luxemburg mit. Doch damit soll noch nicht Schluss sein.

HB DÜSSELDORF. Davon betroffen sind 880 Mitarbeiter. Der Rivale der Deutschen Post reagiert damit auf den geplanten Mindestlohn für Briefträger, auf den sich die Berliner Koalition nach langer Diskussion geeinigt hat. “

Mit weiteren Entlassungen sei zu rechnen, sagte Pin-Chef Günther Thiel. Die Situation bei den übrigen Pin-Gesellschaften werde noch geprüft. „Unser Ziel ist es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten“, sagte Thiel. „Daher prüfen wir jede einzelne Maßnahme sehr genau.“

Die Post-Dienstleister sehen sich durch die Lohnuntergrenze im Wettbewerb mit dem Noch-Monopolisten im privaten Briefverkehr behindert. „Wir können uns in der kapitalintensiven Aufbauphase einen Blockadelohn von 9,80 Euro nicht leisten“, sagte Thiel, zumal nur die Deutsche Post AG von der Mehrwertsteuer befreit sei. Die Pin-Gruppe, die mehrheitlich dem erlagskonzern Axel Springer gehört, kämpft derzeit mit roten Zahlen.

Die Post hatte Pin ein „Täuschungsmanöver“ vorgeworfen, um unrealistische Geschäftspläne zu kaschieren. Springer wies die Vorwürfe als „groben Unfug“ zurück.

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