Pipeline-Projekt
Nabucco bemüht sich um Gas aus Aserbaidschan

Das Pipeline-Konsortium Nabucco bemüht sich um einen wichtigen Transportauftrag für Erdgas aus Aserbaidschan. Das Gemeinschaftsunternehmen, bei dem auch RWE dabei ist, hat allerdings große Konkurrenz.
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Wien, FrankfurtDas Pipeline-Konsortium Nabucco bemüht sich um einen wichtigen Transportauftrag für Erdgas aus Aserbaidschan. Das Gemeinschaftsunternehmen von vier Energiefirmen, darunter RWE und die österreichische OMV, teilte am Samstag mit, es habe dem Shah-Deniz-II-Konsortium einen umfassenden Transportvorschlag vorgelegt. „Wir sind überzeugt, dass Nabucco den besten Transportweg für den Gasexport aus Aserbaidschan und anderen Ländern bietet“, sagte Geschäftsführer Reinhard Mitschek.

Das Gasfeld Shah Deniz in Aserbaidschan spielt eine große Rolle in den Planungen des länderübergreifenden Nabucco-Projekts. Allerdings hat Aserbaidschan bereits mit mehr als 20 Firmen und Konsortien über die Nutzung der Vorkommen verhandelt, bis Ende des Jahres sollen die Gespräche beendet sein. Zu den Mitbietern von Nabucco gehört TAP, an der Eon Ruhrgas beteiligt ist, sowie IGI Poseidon unter der Führung der italienischen Eni und des staatlichen griechischen Versorgers DEPA.

Auch der russische Gazprom -Konzern wirbt mit den Plänen für seine Röhre South Stream um die Reserven aus Aserbaidschan. Vor wenigen Tagen hatte überraschend auch noch der Mineralölkonzern BP seinen Hut in den Ring geworfen und angekündigt, über eine Südosteuropa-Pipeline (SEEP) Gas von Aserbaidschan nach Europa transportieren zu wollen.

Durch die Nabucco-Pipeline soll Gas aus Ländern wie Aserbaidschan, Turkmenistan und dem Irak über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich strömen und Europa unabhängiger von russischem Erdgas machen. Nach mehrfachen Planänderungen soll der Bau nun 2013 beginnen, das erste Gas soll 2017 strömen. Bislang sind Baukosten von 7,9 Milliarden Euro veranschlagt. Neben RWE und OMV sind die ungarische Mol , die rumänische Transgaz , Botas aus der Türkei und BEH aus Bulgarien Konsortialpartner. Der süddeutsche Kommunalversorger Bayerngas hat ebenfalls Interesse angemeldet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pipeline-Projekt: Nabucco bemüht sich um Gas aus Aserbaidschan"

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    Nach dem man ja unumstößlich festgelegt hat, daß eine Pipeline unverzichtbar ist.
    Muß jetzt, nach Jahrhunderten, nur noch geklärt werden wo genau sie lang führen darf.
    Ich würde eine Pipeline senkrecht ins Weltall bauen, 10 000 km, und in Deutschland, dem Nabel der Welt, wieder runter führen. Somit hätte man alle Problemländer erfolgreich umschifft.


    Ihr seid wie eine Heuschreckenplage.
    Der Unterschied, die Phase eines Massenuntergangs ist bei Heuschrecken sehr kurz, da sie nicht den Verstand besitzen ihn kommen zu sehen.
    .

  • Ob eine Pipeline durch die Türkei ein kluger Schachzug ist, muss sich auch erst noch zeigen.

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