Plantage in Nicaragua: Ritter Sport baut Kakao bald selbst an

Plantage in Nicaragua
Ritter Sport baut Kakao bald selbst an

Der Schokoladenhersteller will unabhängiger von schwankenden Kakao-Angeboten werden. Ritter Sport kauft deshalb eine eigene Plantage in Nicaragua. Die Anbaufläche ist eine der größten der Welt.
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Mexiko-StadtDer baden-württembergische Schokoladenhersteller Ritter Sport steigt im mittelamerikanischen Nicaragua in den Kakaoanbau ein. Das Unternehmen habe in der Region La Rama östlich der Hauptstadt Managua 2000 Hektar Land erworben, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Damit bestätigte sie einen entsprechenden Bericht der „Lebensmittel Zeitung“.

Nach Unternehmensangaben ist der direkte Einstieg eines Schokoladenherstellers in den Kakaoanbau eher ungewöhnlich. Üblicherweise kauften die Firmen die Kakaomasse von Bauern vor Ort. Mit dem Landerwerb wolle sich Ritter Sport unabhängiger von dem schwankenden Angebot machen, sagte die Firmensprecherin.

Langfristig solle die Plantage 30 Prozent des Kakaobedarfs für die bekannten Ritter-Sport-Quadrate decken. Derzeit stamme lediglich ein geringer einstelliger Prozentsatz des von Ritter Sport verarbeiteten Kakaos aus Nicaragua. Mit 1300 Hektar Anbaufläche sei die nun gekaufte Plantage eines der größten zusammenhängenden Kakaoanbaugebiete der Welt.

Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit Kooperativen vor Ort werde allerdings fortgesetzt, teilte Ritter Sport mit. „Wir werden unsere Anbaufläche für Kakao verdoppeln, um unsere Lieferungen an Ritter Sport steigern zu können“, kündigte der Präsident der Produktionsgemeinschaft Compor in La Rama, José Antonio Flores García, an. Im vergangenen Jahr habe die Produktionsgemeinschaft 600 Zentner Kakao geerntet, ein Drittel davon sei an Ritter Sport gegangen.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Plantage in Nicaragua: Ritter Sport baut Kakao bald selbst an"

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  • Das ist eine sehr interessante Entwicklung.
    Möglicherweise wird das die GewinnMarge etwas verringern.
    Die Firmen müssen aber autonomer werden,
    ebenso wie Familien und die Zivilgesellsaft allgemein.
    Das ist der richtige Weg um der Wegwerfgesellschaft zu entkommen.

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