Portugal
Sozialisten wollen Verkauf von Airline TAP stoppen

Einen Monat nach der Parlamentswahl in Portugal hat ein Bündnis aus Linksparteien die Mitte-Rechts-Regierung gestürzt. Nun fordern die Sozialisten einen Stopp der Privatisierung der größten Fluggesellschaft des Landes.

LissabonNur einen Tag nach dem Sturz der Mitte-Rechts-Regierung fordert Portugals sozialistische Partei einen Stopp der Privatisierung der größten Fluggesellschaft des Landes. Die Partei bat die Staatsholding Parpublic darum, den bereits vereinbarten Verkauf der Airline an ein ausländisches Konsortium zu unterbinden. Dies ging aus einem Schreiben hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag. Die Sozialisten könnten nicht hinnehmen, dass der Staat keinen Mehrheitsanteil an TAP behalte. Die derzeitige konservative Interimsregierung sei außerdem nicht befugt, die Transaktion zu beenden, argumentierten die Sozialisten.

Der Verkauf von TAP an den amerikanisch-brasilianischen Geschäftsmann David Neeleman und den Busunternehmen Humberto Pedrosa war im Juni vereinbart worden und sollte bis zum 12. November abgeschlossen werden.

Rund einen Monat nach der Parlamentswahl in Portugal hatte am Dienstag ein Bündnis aus Linksparteien die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho gestürzt. Das Land steht damit vor einer Phase der politischen Unsicherheit. Eine linksgerichtete Regierung könnte Reformen rückgängig machen, die Portugal im Zuge der Euro-Krise verabschiedet hatte. Portugal hatte erst 2014 ein Rettungsprogramm der Euro-Partner abgeschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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