Position in Großbritannien gestärkt: Deutsche Post übernimmt Speedmail

Position in Großbritannien gestärkt
Deutsche Post übernimmt Speedmail

Die Deutsche Post übernimmt durch ihre Tochter Deutsche Post Global Mail den Londoner Brief- und Expressdienst Speedmail International und verstärkt sich damit auf dem britischen Briefmarkt.

HB DÜSSELDORF. Das Unternehmen mit 110 Mitarbeitern sei sowohl auf dem nationalen britischen Briefmarkt als auch bei der Beförderung internationaler Geschäftspost tätig. Im Geschäftsjahr 2002/03 (zum 30. Juni) habe es über zwölf Mill. Sendungen transportiert. Zum Umsatz von Speedmail oder den Kaufpreis machte die Post keine Angaben.

Der private Briefdienst Speedmail hat seinen Schwerpunkt derzeit im Großraum London. Dort lieferte er dank einer befristeten Lizenz Postsendungen aus. Eine im Januar 2004 erteilte Langzeitlizenz der britischen Regulierungsbehörde Postcomm erlaubt Speedmail aber nun die unbegrenzte Beförderung von Massensendungen und Angebote für die Geschäftspost. Die Deutsche Post hatte bereits eine Lizenz für den Einstieg in den britischen Briefmarkt erhalten. Im Paketmarkt ist sie in Großbritannien bereits über die Securior Omega Express engagiert. Zudem hatte es Berichte gegeben, die Post sei auch am britischen Konkurrenten Exel interessiert. In Konzernkreisen war dies aber zurück gewiesen worden.

„Ziel des Konzerns ist es, in Zukunft eine führende Rolle in den großen Inlandspostmärkten zu übernehmen“, bekräftigte die Post. „Mit der Akquisition von Speedmail International ist ein weiterer wichtiger Schritt im britischen Briefmarkt erreicht.“ Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte bereits mehrfach angekündigt, dass die Post die Chancen nutzen wolle, die sich aus der Liberalisierung der europäischen Briefmärkte ergeben. Das Briefmonopol soll im Jahr 2007 fallen. In den Niederlanden hatte die Post bereits zugekauft. Auch in Österreich und Dänemark will Zumwinkel zugreifen, wenn sich die Chance dazu bietet. Die Post wolle unter den Bietern sein, wenn die Postgesellschaften in den beiden Nachbarländern privatisiert würden, hatte er gesagt. Übernahmen werde es aber nur bei einem akzeptablen Preis geben. Ziel der Post ist es, im Logistikgeschäft weltweit die Nummer Eins zu werden.

2003 hat die Post Zumwinkel zufolge einen operativen Gewinn über den ursprünglich angepeilten 2,9 Mrd. € einfahren können. „Das Ziel lautet weiter: wir werden mindestens 2,9 Mrd. € erreichen und ich kann heute sagen, wir werden das leicht schaffen“, hatte Zumwinkel Reuters in der vergangenen Woche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gesagt. „Es wird sicherlich mehr als das sein“, fügte er mit Blick auf das für 2003 anvisierte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen hinzu. Die Deutsche Post plant zudem für den Herbst 2004, bis zu 49 % der Postbank an die Börse zu bringen.

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