Positive Bilanz 2006
Karstadt-Quelle gibt sich neuen Namen

Vor drei Jahren war Karstadt-Quelle nur knapp an der Pleite vorbeigeschrammt. Mit einem Sanierungsprogramm, in dessen Zuge fast alle Immobilien und die kleineren Warenhäuser verkauft wurden, gelang dem Konzern die Wende. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen wieder Gewinn gemacht. Äußerliches Zeichen des Wiedererstarkens ist ein neuer Firmenname.

HB DÜSSELDORF. Karstadt-Quelle soll künftig „Arcandor AG“ heißen. Diesen neuen Namen für die Konzernholding solle die Hauptversammlung im Mai beschließen, sagte Unternehmenschef Thomas Middelhoff auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Düsseldorf. Alle Marken der Gruppe – die Karstadt-Warenhäuser, die Versandhandelsgruppe Quelle und der Touristikkonzern Thomas Cook – würden ihre Namen behalten, betonte er. Die drei Geschäftsbereiche würden in Zukunft aber eigenständiger operieren: Thomas Cook von London, die beiden Handelssparten von Essen aus. Dort soll auch die künftige Holding sitzen.

Mit der Umbenennung trägt Karstadt-Quelle der zunehmenden Internationalisierung der Geschäfte sowie der gewachsenen Bedeutung der Tourismussparte Rechnung. Mit der Komplettübernahme von Thomas Cook erzielt der Konzern inzwischen mehr als die Hälfte seiner Umsätze im Ausland. Vor drei Jahren waren es erst rund 10 Prozent.

Positive Bilanz

Karstadt-Quelle ist 2006 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dazu trugen ein Gewinnsprung bei den Warenhäusern sowie der milliardenschwere Verkauf von Kaufhaus-Immobilien bei. Auch die 2006 in die roten Zahlen gerutschte Versandsparte werde Ende des Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben, versprach Vorstandschef Middelhoff. „Wir schalten jetzt um auf gesundes und ertragreiches Wachstum“ kündigte er an. Seit Mitte Februar lägen alle operativen Bereiche über dem Vorjahresergebnis.

2006 verbuchte Karstadt-Quelle einen Konzernüberschuss von 345,6 Mill. Euro nach einem Verlust von 316,5 Mill. Euro im Jahr davor. Im Krisenjahr 2004 hatte es noch einen Rekordverlust von 1,625 Mrd. Euro gegeben. Im operativen Geschäft gelang – allerdings ohne die verkauften Immobilien sowie die Dienstleistungsbereiche – eine Steigerung des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 20,2 Prozent auf 313,2 Mill. Euro. Die ausgeklammerten Sparten eingerechnet, ist das Ebitda jedoch um 26 Prozent auf 409 Mill. Euro zurückgegangen. Der Konzernumsatz sank um 0,9 Prozent auf 13,05 Mrd. Euro.

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