Post-Branche
Weitere Pin-Gesellschaften beantragen Insolvenz

Drei weitere Töchter der Pin-Group haben noch kurz vor dem Jahreswechsel Insolvenz angemeldet. Insgesamt sind über 300 Beschäftigte betroffen.

HB KÖLN. Drei weitere Tochtergesellschaften des privaten Briefdienstleisters Pin haben am Freitag Insolvenz angemeldet. Dies sei notwendig gewesen, um sämtliche Chancen auf eine Sanierung der gesamten Unternehmensgruppe zu wahren, teilte der Vorstandsvorsitzende der Pin Group AG, Horst Piepenburg, einem ddp-Bericht zufolge mit. Betroffen seien insgesamt 340 Beschäftigte in Saarbrücken, Münster und Emsdetten.

Behauptungen der Post über abgeworbene Kunden „könne der Vorstand der Pin Group AG auch nach intensiver Prüfung nicht nachvollziehen“, teilte das Unternehmen weiter mit. Piepenburg unterstützte die Kritik von Bundespräsident Horst Köhler an Mindestlöhnen und kündigte bis Ende der ersten Januarwoche eine Vertriebsoffensive seines Unternehmens an. Der private Briefdienstleister hatte nach den gescheiterten Übernahmeverhandlungen am 21. Dezember bereits für sieben Tochtergesellschaften Insolvenz angemeldet. Davon waren rund 850 Mitarbeiter der bundesweit insgesamt etwa 9 000 Beschäftigten der Gruppe betroffen. Das Verlagshaus Axel Springer hält knapp zwei Drittel an Pin und hatte nach Entscheidung des Bundestages zur Einführung des Mindestlohns für die Postbranche angekündigt, dem Unternehmen keine Mittel mehr zur Verfügung zu stellen.

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