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Post-Chef beruhigt Gewerkschaft

Die Gefahr einer heftigen tarifpolitischen Auseinandersetzung bei der Deutschen Post um die Zukunft der Tarifautonomie ist vorerst abgewendet.

HB DÜSSELDORF. Das bei der Gewerkschaft Verdi für die Post zuständige Vorstandsmitglied Rolf Büttner erklärte in einem Schreiben an die Post-Betriebsräte, nach einem Gespräch mit Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel sei „sichergestellt, dass auch künftig die bewährte tarifpolitische Zusammenarbeit der Deutsche Post World Net mit Verdi fortgeführt wird“. Zuwminkel hatte zuvor mit Vorschlägen für Unruhe bei Betriebsräten und Gewerkschaft gesorgt, nach denen Betriebsvereinbarungen prinzipiell über Tarifverträgen stehen sollten. Verdi hatte daraufhin auf Betriebsversammlungen indirekt mit dem ersten Poststreik seit 1994 gedroht.

Der Post-Chef versicherte Büttner nun aber dem Schreiben zufolge bei dem Treffen ausdrücklich: „Es bleibt unverändert mein Ziel, erforderliche Veränderungen gemeinsam mit Verdi im Rahmen von Tarifverträgen und anderen abgestimmten Maßnahmen anzupacken und im Unternehmen sozialverträglich umzusetzen.“ Der Post-Chef habe zudem betont, an der „engen und konstruktiven Zusammenarbeit“ mit Verdi solle sich „auch künftig nichts ändern“. Eine Post-Sprecherin bestätigte die Aussagen Zumwinkels. Vorstand und Gewerkschaft hatten sich in der Vergangenheit auf einen Beschäftigungspakt für die Post AG geeinigt, der im Frühjahr 2008 ausläuft.

Büttner hob zudem hervor, er habe sich mit Zumwinkel darauf geeinigt, für die Konzerngesellschaften Deutsche Post Fulfilment GmbH und Deutsche Post Customer Service-Center GmbH Tarifverträge zu schließen. Die Gewerkschaft wertete dies als Durchbruch. Es habe über Jahre Streit darüber gegeben, ob Tarifverträge für die beiden Gesellschaften geschlossen werden sollten.

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