Handel + Konsumgüter
Post hat Übernahmepläne für Karstadt-Logistik angemeldet

Die Deutsche Post steht unmittelbar vor der Übernahme eines bedeutenden Teils der Logistikaktivitäten des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns. Die entsprechenden Pläne wurden bereits beim Bundeskartellamt zur Genehmigung vorgelegt.

HB DÜSSELDORF. Ein Sprecher des Handelskonzerns sagte, ein Vertrag mit der Post-Expresstochter DHL sei noch nicht unterzeichnet, die Vertragsverhandlungen sollten aber in den kommenden Wochen nahezu abgeschlossen werden. Ein unterschriftsreifer Vertrag sei spätestens im ersten Quartal 2005 zu erwarten. Ein DHL-Sprecher sagte: „Wir haben immer unser Interesse bekundet. Wir haben ein Angebot eingereicht.“ Mit Blick auf das bereits beim Kartellamt angemeldete Zusammenschlussvorhaben sagte er, DHL versuche optimal zu planen, um bei einem Abschluss mit Karstadt-Quelle schnell handeln zu können.

Ein Sprecher des Kartellamts sagte, die Anmeldung betreffe Logistiktätigkeiten von Karstadt-Quelle im Bereich stätionärer Einzelhandel in den Produktmärkten Logistik und Kontraktlogistik. Die Pläne seien bereits am 1. Dezember zur Genehmigung eingereicht worden. Die Karstadt-Quelle-Aktie legte nach Bekanntwerden der Anmeldung beim Kartellamt deutlich zu und notierte 5,67 Prozent im Plus bei 6,89 Euro. Die Post-Aktie notierte mit 1,30 Prozent im Plus bei 16,38 Euro.

Karstadt: Abschluss mit DHL binnen Wochen möglich

Der Vertragsabschluss mit DHL sei bald vorgesehen, ergänzte der Karstadt-Quelle-Sprecher. Im ersten Quartal 2005 sei mit der Übergabe der so genannten Distributionslogistik an DHL zu rechnen. Dann würde auch die Kaufsumme fällig. Zum Preis äußerte sich der Sprecher nicht. In der Logistiksparte seien gut 2000 Mitarbeiter beschäftigt, sagte der Sprecher. Neben der Post hatten in der Vergangenheit die Grevener Logistikgruppe Fiege sowie Kühne+Nagel Interesse an der Logistik signalisiert. Dem Karstadt-Quelle-Sprecher zufolge kommen auch die Gespräche zum Verkauf der restlichen Teile der Logistikdienste und der -immobilien gut voran und sind bereits weit fortgeschritten. In diesem Fall wollte sich der Sprecher nicht zu möglichen Käufern äußern.

Der mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfende Handelskonzern will sich insgesamt von Aktivitäten mit einem Umsatzvolumen von 1,9 Milliarden Euro trennen. Dabei hofft KarstadtQuelle auf Verkaufserlöse von 1,1 Milliarden Euro.

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