Post revidiert Wachtumsziel
DHL erreicht in den USA die Gewinnzone erst 2006

Ihre Wachstumsziele in den USA sind von der Deutschen Post revidiert worden. Die Express- und Logistiktochter des Konzerns, DHL, wird nicht vor 2006 in die Gewinnzone kommen.

HB FRANKFURT/M. „Im kommenden Jahr erwarten wir einen Verlust von bis zu 300 Millionen Euro“, sagte Post-Finanzvorstand Edgar Ernst der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Positionierung der Marke DHL gegen die beiden amerikanischen Marktführer United Parcel Service (UPS) und FedEx werde länger dauern als erwartet. „DHL Amerika wird die Gewinnlinie im Jahr 2006 durchstoßen“, kündigte Ernst an.

Erstmals bestätigte der Konzern damit, dass sich die nach dem Erwerb des amerikanischen Express-Dienstleisters Airborne im August 2003 aufgestellten Pläne nicht werden halten lassen. Noch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Ende Juli hatte Post-Chef Klaus Zumwinkel versichert, DHL Amerika werde 2005 die Gewinnschwelle erreichen.

Aber DHL tue sich schwer, den beiden großen Konkurrenten, die zusammen rund 80 Prozent des Marktes innehaben, Kunden abzujagen, schreibt die Zeitung. Der Marktanteil liege bei lediglich acht Prozent. Die Post-Tochter werde es auch in diesem Jahr nicht schaffen, schneller zu wachsen als der Gesamtmarkt, der etwa fünf Prozent zulegen dürfte. „Es fehlen uns ein bis zwei Prozentpunkte,“ sagte Ernst. Auch im laufenden Jahr werde das Engagement in Amerika die Post-Bilanz stärker belasten als erhofft. Statt des erwarteten Verlusts von 300 Millionen Euro prognostiziere Ernst nun ein Minus von „bis zu 500 Millionen Euro“.

An den Konzernprognosen für das Geschäftsjahr 2004 halte die Post dennoch fest. Wie im Juli angegeben, werde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) zwischen 7,5 und 12,5 Prozent steigen; 2005 werde das Ebita eine Höhe von „mindestens 3,6 Milliarden Euro“ erreichen. „Der Konzern ist stark genug, um 200 Millionen Euro weniger aus dem Amerikageschäft zu verkraften“, sagte Ernst.

Auch bei den Zahlen für das dritte Quartal schloss er böse Überraschungen aus. „Es wird eine andere Struktur geben. Aber das Gesamtergebnis wird darunter nicht leiden“. Die Verluste aus DHL Amerika würden vor allem durch das anhaltend starke Wachstum der Logistik-Sparte und das „sehr stabile“ Briefgeschäft mindestens aufgefangen, wenn nicht überkompensiert.

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