PR-Riese
Pleon fusioniert mit Ketchum

Mit der Fusion der PR-Agentur Pleon und der international agierenden Agentur "Ketchum" ensteht ein neuer PR-Riese. Das Unternehmen will global agieren und setzt am neuen europäischen Hauptsitz Düsseldorf besonders auf Krisen-PR und insolvenzbegleitende Kommunikation.

DÜSSELDORF. Ein neuer globaler PR-Riese entsteht: Pleon, Marktführer in Deutschland und in Europa, fusioniert mit der weltweit agierenden Schwesteragentur Ketchum. Beide Agenturen firmieren unter dem Dach der US-Werbeholding Omnicom. Die Beratungsunternehmen treten künftig global unter dem Namen „Ketchum“ und in Europa als „Ketchum Pleon“ auf. Der neue europäische Hauptsitz entstehe in Düsseldorf, die Konzernzentrale bleibe in New York, teilten die Agenturen gestern mit. Das PR-Unternehmen zählt damit zu den fünf größten Public-Relations-Agenturen der Welt. Der Umsatz wird auf 350 bis 400 Mio. Dollar geschätzt.

Weltweiter Chef der insgesamt mehr als 2 000 Mitarbeiter wird der bisherige Ketchum-CEO Raymond Kotcher. Timo Sieg, bislang Europachef von Pleon, wird Europachef der fusionierten Agentur und berichtet damit an Kotcher. Frank Behrendt führt das Deutschland-Geschäft von Ketchum Pleon.

„Die Fusion steht nicht im Zeichen einer Marktkonsolidierung“, sagte Behrendt gestern dem Handelsblatt. Die Merger-Gespräche seien vielmehr seit über einem Jahr im Gange, sie begannen vor Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise. „Die beiden Unternehmen nehmen sich nichts weg, sie ergänzen sich wunderbar“, stellte Behrendt fest.

So ist Pleon außerhalb Europas schwach aufgestellt, Ketchum wiederum spielt in Deutschland und in Europa eine untergeordnete Rolle. In Deutschland ist Ketchum mit rund 32 Mitarbeitern in München und Berlin vertreten. Die Büros gehen in den dortigen Pleon-Niederlassungen auf. Entlassungen soll es im Zuge der Fusion nicht geben. Seit Herbst 2008 hat Pleon allerdings bereits rund 30 Arbeitsplätze gestrichen. Pleon ist bisher ein Tochterunternehmen der Omnicom-Werbeagentur BBDO.

Ketchum Pleon setzt laut Behrendt künftig unter anderem auf das Wachstumsfeld „Change Communication“. Dahinter verbergen sich Krisen-PR und insolvenzbegleitende Kommunikation. „Das wird gerade stark nachgefragt“, sagte Behrendt.

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