Praktika-Tochter
Betrieb bei Max Bahr geht weiter

Die Mitarbeiter der insolventen Baumarktkette Max Bahr können wieder Hoffnung schöpfen: Die Finanzierung der Warenlieferungen ist gesichert. Ein Massekredit hat die Kette stabilisiert.
  • 4

DüsseldorfNeue Hoffnung für die Mitarbeiter der insolventen Baumarktkette Max Bahr: Die Insolvenzverwalter haben sich mit Lieferanten, Warenkreditversicherern und anderen Kreditgebern über die Finanzierung der Warenlieferungen an die Märkte geeinigt, wie die vorläufigen Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder und Christopher Seagon am Dienstag mitteilten. Die Baumärkte der Praktiker-Tochter können damit ihre Türen für Kunden offen halten.

Grundlage der Einigung sei ein Massekredit, über dessen Einzelheiten Stillschweigen vereinbart worden sei. „Der Geschäftsbetrieb von Max Bahr ist somit stabilisiert“, erklärten sie – und setzen nun auf einen Verkauf der Kette. Mehrere Investoren hätten bereits Interesse signalisiert.

Die 132 Max-Bahr-Märkte mit 6800 Mitarbeitern waren Ende Juli in die Pleite geschlittert, wenige Wochen nach der Konzernmutter Praktiker. Bahr hatte sich nie auf Praktikers verhängnisvolle Billigstrategie („20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung“) eingelassen, 2012 aber dennoch rote Zahlen geschrieben.

Die Max-Bahr-Märkte gehören zu zwei getrennten Gesellschaften: eine für die angestammten 78 Märkte, eine zweite für die rund 50 Märkte, die früher als Praktiker firmierten, in den vergangenen Monaten aber zu Max-Bahr-Baumärkten umgebaut wurden. Daher wurden auch zwei Insolvenzverwalter ernannt. Für die „alten“ Märkte ist Anwalt Schröder zuständig, um die umgeflaggten Praktiker-Märkte kümmert sich Seagon, der auch die operativen Praktiker-Töchter saniert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Praktika-Tochter: Betrieb bei Max Bahr geht weiter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @pingelig: ich zweifle mit. Korrekturlesen vor dem veröffentlichen sollte schon dazu gehören. Dieser Fehler sieht mir allerdings eher nach keiner Ahnung von der Materie aus.

  • @Steinweg
    Abwertendes " Geschreibsel "!!!
    Wer seine Existenz verlieren kann versteht die Situation schon.

  • Liebes Handelsblatt Team,
    in der Überschrift muss es Praktiker heißen, nicht Praktika (wie der ehemaliger Kameraproduzent).

    Solche Flüchtigkeitsfehler lassen mich immer an der Qualität der Recherche zweifeln...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%