Preis höher als erwartet
Bahn gibt Töchter an US-Investor ab

Die Deutsche Bahn will nach Angaben aus Unternehmenskreisen zwei Logistik-Töchter für 1,4 Milliarden Euro an den US-Finanzinvestor Bain Capital verkaufen.

HB BERLIN. Die Bahn habe sich mit Bain auf den Preis von 1,4 Mrd. Euro sowohl für den Chemielogistiker Brenntag als auch den Stahlhändler Interfer geeinigt, hieß es am Freitag aus Kreisen. Der Preis läge damit höher als zuletzt erwartet.

Der Verkauf müsse noch vom Bahn-Aufsichtsrat am 10. Dezember gebilligt werden. Bain war zuvor in den Kreisen bereits als bevorzugter Kaufinteressent gennant worden. Allerdings zogen sich die Schlussverhandlungen wegen Asbest-Risiken in den USA bei Brenntag hin. Die Bahn wollte die Angaben nicht kommentieren.

Den Kreisen zufolge beeinhaltet die Vereinbarung mit Bain jetzt aber eine Haftungsobergrenze für die Bahn bei Klagen wegen möglicher Fehler beim Transport des krebserregenden Stoffes. In den vergangenen Monaten hatte Brenntag zudem den Kreisen zufolge einen Umsatzeinbruch erlitten, der die Verhandlungen weiter erschwert habe.

Brenntag und Interfer setzten zusammen im Jahr 2002 rund 5,5 Mrd. Euro um. Die Unternehmen gehörten zum Stinnes-Konzern, den die Bahn im vergangenen Jahr übernommen hatte. Der Erlös aus dem Verkauf soll zur Schuldentilgung verwandt werden.

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