Preise für Standardbriefe und Postkarten bleiben
Post will Porto teilweise senken

Bei den Preisen für Standardbriefe und die Postkarten soll sich im kommenden Jahr nichts ändern. Aber zumindest bei Briefen bis 100 Gramm plant der gelbe Riese zum 1. Januar 2005 eine Preissenkung. Stimmt die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post den Absenkungen zu, muss sich der Bonner Konzern 2005 auf ein Umsatzminus von rund 50 Mill. Euro einstellen.

HB DÜSSELDORF. Die Post habe einen Antrag mit den Preisvorschlägen bei der Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gestellt, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Diese muss den Antrag nun beraten und dann entscheiden, ob sie den Vorschlägen zustimmt. Die Regulierungsbehörde hatte zuletzt 2003 eine Portosenkung beim Ertragsbringer Brief durchgesetzt. Für 2005 setzt die Post nun darauf, den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm bei 55 Cent belassen zu können. Die Post-Aktie notierte am Nachmittag leicht im Plus bei 15,11 €.

Die Post ist aufgrund ihres Monopols in Teilen des Briefmarkts gezwungen, Preisvorschläge bei der Regulierungsbehörde einzureichen. Diese orientieren sich generell an Produktivitätsvorschritten im Konzern und der Inflationsrate. Unter dem Strich ergebe sich dabei eine Absenkung von 0,7 %, sagte ein Konzernsprecher. Im Jahr der Portosenkung 2003 hatte die Post einen Umsatz von 40,02 (39) Mrd. € erwirtschaftet.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat nach Angaben einer Sprecherin noch keine Entscheidung über das Porto für den Versand von Briefen bis 500 Gramm mit der Deutschen Post ab Jahresanfang 2005 getroffen. Gegenwärtig laufe noch ein Verfahren, in dem der künftige Preis festgelegt werde, sagte die Sprecherin. Im Rahmen dieses Verfahrens werde es noch eine Anhörung der Post und anderer Marktteilnehmer geben, so dass sich der Entscheidungsprozess noch mindestens drei Wochen hinziehen werde.

Ein Post-Sprecher sagte, eine Senkung von insgesamt 0,7 % werde sich in einem Umsatzminus im zweistelligen Millionenbereich niederschlagen, das voraussichtlich bei 50 Mill. € liegen werde. Aber auch der operative Gewinn dürfte auf eine Absenkung reagieren. Die Folgen der Portosenkung hatte die Post im Geschäftsjahr 2003 auch durch das Sparprogramm Star auffangen können, das noch bis zum Jahr 2005 läuft. Bis 2005 soll der operative Gewinn (Ebita) mit Hilfe von Star auf mindestens 3,6 Mrd. € gesteigert werden.

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