Preise steigen im Nahverkehr um 4,1 Prozent
Bahn-Pendler müssen tiefer in die Tasche greifen

Die Deutsche Bahn kann ihre Preise im Nahverkehr ab Mitte Dezember wie geplant um durchschnittlich 4,1 Prozent erhöhen. Das Bundesverkehrsministerium gab der Deutschen Bahn grünes Licht.

HB BERLIN. Betroffen sind davon mehr als vier Millionen Pendler, die Tag für den Tag den Zug benutzen. Gegen die Anhebung der Tarife, die mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember in Kraft tritt, hatten sich mehrere Bundesländer gewehrt. Die vorige Preiserhöhung im Nahverkehr der Bahn liegt zwei Jahre zurück.

Die Pläne des bundeseigenen Verkehrskonzerns hatten in den vergangenen Wochen bei mehreren Bundesländern für Verärgerung gesorgt. Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt legten bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Darmstadt, Widerspruch ein. Damit war nun Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) am Zuge. Nach dem Eisenbahngesetz kann das Ministerium durch seine Entscheidung das fehlende Einvernehmen der Länder ersetzen.

Die offizielle Genehmigung durch das Regierungspräsidium ist nun nur noch ein formaler Akt. Ministeriumssprecher Michael Zirpel verwies darauf, dass der Bahn nur aus juristischen Gründen eine Tariferhöhung verweigert werden könne. „Es gibt aus unserer Sicht jedoch keine Gründe, die höheren Tarife abzulehnen. Die Länder haben auch keine genannt.“ Die Bahn begründet die Anhebung vor allem mit Kostensteigerungen beim Personal und bei der Energieversorgung.

Zugleich verwies das Bundesverkehrsministerium darauf, dass mehrere Bundesländer ihren Verkehrsverbünden in den vergangenen Jahren deutlich höhere Preissteigerungen genehmigt hätten als jetzt die Bahn. Als Beispiele nannte er den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) oder den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB).

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